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AfD im Saarland 2022 wieder unter fünf Prozent?

Kommentar : Ein politischer Trümmerhaufen

Gegen unliebsame Partei­freunde werden Parteiausschlussverfahren eingeleitet, Beschlüsse der Partei landen regelmäßig vor Gerichten, Niedertracht und Beschimpfungen sind an der Tagesordnung.

Jetzt fliegt ein vergleichsweise engagierter Abgeordneter aus der Fraktion, ohne dass dafür ein politisch überzeugender Grund genannt wird. So desaströs geht es in einer Partei zu, die sich als „letzte Hoffnung“ der Saarländer sieht. Auweia. Die AfD Saar ist ein politischer Trümmerhaufen. Ihr Problem sind die vielen Glücksritter, die immer gerade in dem Lager sind, das die größten Vorteile verspricht. Inhalte spielen seit jeher kaum eine Rolle, wie die Landesparteitage zeigen. Die Anträge im Landtag entspringen erkennbar der Laune des Fraktionschefs. In ihren Abgeordnetenbüros haben sich die Herren so wohlig eingerichtet, dass sie von ihrer Wahlkampf-Forderung, den Landtag zum Teilzeitparlament zu machen oder ihn zu verkleinern, nichts mehr wissen wollen. Wenn die AfD Saar 2022 wieder in den Landtag kommen sollte, dann weil der Bundestrend sie hineinspült. Ihre Chance, überzeugende Oppositionsarbeit zu leisten, hat sie bisher nicht genutzt.