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2G-Plus im Saarland: Tobias Hans kündigt Erleichterung für Geboosterte an

Corona-Lage im Saarland : Tobias Hans kündigt Lockerungen für Saarländer mit Booster-Impfung an

Saarländer, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, dürfen sich offenbar kurzfristig über Erleichterungen freuen. Das hat Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) im Redaktionsgespräch mit der SZ angekündigt.

Die Corona-Regeln im Saarland wurden erst am Donnerstag verschärft – nun dürfen sich womöglich Saarländerinnen und Saarländer, die bereits eine Auffrischimpfung erhalten haben, kurzfristig auf Erleichterungen freuen. Das kündigte nun Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) im Redaktionsgespräch mit der Saarbrücker Zeitung an. (Mehr aus dem Gespräch lesen Sie schon jetzt hier und das ganze Redaktionsgespräch hier)

Zwar verteidigte er die strengeren Regeln mit Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, 2G-Regel im Einzelhandel und 2G-Plus etwa in der Gastronomie, da sie notwendig seien angesichts der angespannten Corona-Lage bundes- wie saarlandweit. Gleichzeitig stellt er aber Lockerungen für Menschen mit Booster-Impfung in Aussicht.

2G Plus: Keine Testpflicht mehr nach Booster-Impfung

„Es ist auch der richtige Weg, dass Menschen mit Auffrischungs-Impfungen künftig bei 2G Plus von der Testpflicht ausgenommen werden. Wir werden uns dazu mit den Experten austauschen. Im Ministerrat am kommenden Dienstag werden wir darüber beraten“, sagte Hans.

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Das Saarland wäre nicht das erste Bundesland, das diesen Schritt geht. Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg hatten die Lockerungen für Drittgeimpfte am Freitag schon mit Wirkung ab Samstag angekündigt. Auch Mecklenburg-Vorpommern prüft einen solchen Schritt .

Ähnliche Regeln in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Baden-Württemberg

Die Auffrischungsimpfung erhöhe den Impfschutz enorm, teilte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit. „Sie brauchen dann deshalb beispielsweise für ihren Besuch in einem Restaurant oder beim Betreten eines Fitnessstudios keinen weiteren Test mehr.“ Die 2G-plus-Regel sieht vor, dass nur Geimpfte und Genesene mit einem negativen Test Zugang haben. Auch Niedersachsen hatte zuvor die Testpflicht nach einer Booster-Impfung mit Wirkung ab Samstag gekippt. Dies solle auch in die Neufassung der Corona-Verordnung aufgenommen werden, die laut Regierungssprecherin Anke Pörksen Mitte kommender Woche in Kraft treten soll. Hintergrund seien Engpässe beim Testen; lange Schlangen vor Testzentren sollten vermieden werden. Die Befreiung von der Testpflicht gelte ab der dritten Impfung. Für Personen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson sei die zweite Impfung maßgeblich und gelte als Auffrischung im Sinne der neuen Regelung.

Aus wissenschaftlicher Sicht bestehe nach der Auffrischungsimpfung eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, sich und andere anzustecken. „Der Impfschutz ist bei dieser Gruppe auf einem derart hohen Niveau, dass die Gefahr, dass Geimpfte untereinander das Virus weitergeben, doch wahrscheinlich nur noch verschwindend gering ist“, hatte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zuvor gesagt.

In Baden-Württemberg soll die Testpflicht ebenso wie in Rheinland-Pfalz mit den jeweils am Samstag in Kraft tretenden neuen Corona-Verordnungen entfallen. „Personen, die bereits geboostert sind, müssen überall dort, wo die 2G-plus-Regel gilt, keinen aktuellen negativen Corona-Test mehr vorlegen“, sagte der Amtschef des Sozial- und Gesundheitsministeriums, Uwe Lahl, am Freitag in Stuttgart. Damit wolle man den hohen Schutz vor Infektionen berücksichtigen, den Menschen nach drei Impfungen hätten.

(mit dpa)