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Haftbefehl wegen Totschlags
23-Jähriger in Saarbrücken getötet – Verdächtiger in Haft

 Ein Ermittler sichert Spuren auf der Straße vor einem Wohnhaus auf dem Saarbrücker Rotenbühl. Dort wurde am Sonntagabend ein 23-jähriger Mann aus Afghanistan mit einem Messer erstochen.
Ein Ermittler sichert Spuren auf der Straße vor einem Wohnhaus auf dem Saarbrücker Rotenbühl. Dort wurde am Sonntagabend ein 23-jähriger Mann aus Afghanistan mit einem Messer erstochen. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Ein 23-jähriger Mann aus Afghanistan ist am Sonntag in einem Wohnhaus auf dem Saarbrücker Rotenbühl mit einem Messer erstochen worden. Der mutmaßliche Täter – ein 22 Jahre alter Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit – wurde kurz nach der Tat in der Frankenstraße in Burbach festgenommen. Von bub/dpa

Aufgrund der Spurenlage gilt der Mann als dringend tatverdächtig, teilte die Polizei mit. Ein Richter erließ am Montag-Nachmittag Haftbefehl wegen Totschlags. Der 22-Jährige kam in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Saarbrücken. Zu Motiv und Tathergang machte er bislang keine Angaben, so die Polizei.


Das blutüberströmte Opfer wurde am Sonntagabend leblos im dritten Stockwerk eines Mehrfamilienhauses gefunden. Der Notruf ging um 21.55 Uhr ein. Noch bevor mehrere Kommandos der Polizei und der Notarzt eintreffen konnten, versuchten Nachbarn den Mann wiederzubeleben.

Ermittler sicherten Spuren in dem Gebäude sowie auf der Straße davor. Zeitweise durften Bewohner, die nach Hause wollten, nicht zu ihren Wohnungen gehen. Ein Rechtsmediziner der Universitätsklinik Homburg untersuchte die Leiche noch vor Ort, anschließend wurde sie ins rechtsmedizinische Institut gebracht.



Die Obduktion ergab gestern, dass der 23-Jährige durch mehrere Messerstichen in den Oberkörper getötet wurde. Die Ermittlungen dauern an.