1. Saarland

Landesentwicklungsgesellschaft: "Am Schlehbach korrekt geplant"

Landesentwicklungsgesellschaft: "Am Schlehbach korrekt geplant"

Püttlingen. Im Neubaugebiet am Püttlinger Schlehbach formiert sich eine Bürgerinitiative (BI) Hochwassergeschädigter, die auch die Stadt Püttlingen sowie die Landesentwicklungsgesellschaft Saar (LEG) in der Verantwortung für die Schäden sehen. Die Vorwürfe: Es habe Planungsfehler gegeben, so werde unzulässig überlaufendes Kanal-Wasser in den Bach geleitet

Püttlingen. Im Neubaugebiet am Püttlinger Schlehbach formiert sich eine Bürgerinitiative (BI) Hochwassergeschädigter, die auch die Stadt Püttlingen sowie die Landesentwicklungsgesellschaft Saar (LEG) in der Verantwortung für die Schäden sehen. Die Vorwürfe: Es habe Planungsfehler gegeben, so werde unzulässig überlaufendes Kanal-Wasser in den Bach geleitet. Der Bach fasse im Bedarfsfall nicht so viel Wasser wie vorausberechnet. Zudem habe die Stadt nichts gegen Müllablagerungen im oberen Bachlauf unternommen (die sich durch das Anschwellen des Wassers lösten und dann unten am Bach den Abfluss verstopften).Die LEG (die das Neubaugebiet erschlossen hatte), nahm gestern zu den Vorwürfen Stellung: Grundsätzlich sei die Überflutung vom Sonntag planerisch nicht vorhersehbar gewesen, so LEG-Prokurist Heinz-Peter Klein (Flächen und Projektmanagement), die Erschließung des Wohngebiets "Schlehbach I" sei sach- und fachgerecht durchgeführt worden. Die LEG bedauere die Unannehmlichkeiten und Schädigungen, die Hauseigentümer und Anwohner durch die Überflutungen des Schlehbachs vom vergangenen Sonntag erleiden mussten und habe auch Verständnis für die spontanen Unmutsbekundungen der Betroffenen in dieser besonderen Lage, heißt es in der Presseerklärung.Vorwürfe gegenüber der LEG seien jedoch nicht gerechtfertigt: "Die Erschließung des Wohngebiets wurde sach- und fachgerecht durchgeführt. Mit der Kanalplanung war das versierte Ingenieurbüro Keller, Saarbrücken, beauftragt worden. Alle Berechnungen basierten auf den seinerzeit und auch heute noch gültigen technischen Regelwerken. Die Bemessung des Grabenquerschnitts, wie auch der stromab liegenden Verrohrung wurden auf dieser Basis festgelegt." Dabei seien auch Reserven eingeplant worden. Hunderte Einsätze"Die Kanäle wurden nach ihrer Fertigstellung mitsamt vorheriger Planung so abgenommen und von der Stadt Püttlingen seither betrieben", so die LEG. Des Weiteren heißt es: "Ein Starkregen wie der vom Sonntag, der zu Hunderten von Einsätzen führte und überschwemmte Keller nicht nur im Neubaugebiet verursachte, war planerisch nicht vorhersehbar. Die Regenmenge lag beim Dreifachen des anzunehmenden Starkregenereignisses." Die LEG steht auch "für Nachprüfungen der konkreten Situation zur Verfügung". mr