Lärmgeplagte Saarländer kritisieren Landesregierung wegen Kampfjet-Übungen

Lärmgeplagte Saarländer kritisieren Landesregierung : Proteste gegen gesteigerten Lärm von Kampfjets

Mehrere SZ-Leser haben in den vergangenen Tagen über eine Zunahme des unerträglichen Lärms geklagt, der von Übungen der Nato-Kampfjets ausgehe, die von den Flugplätzen in Spangdahlem und Büchel in der Eifel starten.

„Nach dem Terror ab 9 Uhr morgens wurden wir hier im Saarland auch noch zur Nachtzeit mit üblem Kampfjetgedröhne schikaniert“, berichtete Peter Krächan aus Illingen. Ein einziger Bundesluftwaffen-Tornado aus Büchel hätte am Mittwochabend zwischen 22.15 und 23.15 Uhr über Illingen „gedröhnt“, sei ständig im Kreis geflogen und habe dem „Lärmterror“ der US-Jets aus Spangdahlem tagsüber „die Krone aufgesetzt“, so Krächan. Er fragte sich, ob die Zwillinge von Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU), der in Neunkirchen lebt, da noch gut schlafen könnten. Hans kündigte am Freitag an, mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer über das Fluglärmproblem im Saarland sprechen zu wollen (siehe Bericht oben). Der SZ-Leser Hans Werner Haas aus Lebach hatte eine Woche zuvor berichtet: „Ab dem frühen Morgen tobt der Mob aus Spangdahlem über unseren Köpfen, keine Pause, keine zwei Minuten Ruhe, ständig asoziale Lärmerei in einem Ausmaße, das seinesgleichen sucht.“ Auch Haas forderte ein Einschreiten von Bundes- und Landesregierung.

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