1. Saarland

Kurzwaren auf kurzem Weg

Kurzwaren auf kurzem Weg

Überherrn. Kurzwaren werden sie genannt, Dinge wie Reißverschlüsse und Knöpfe oder Gebrauchsgegenstände für den Haushalt wie Scheren oder Messer. Geschäfte, die Kurzwaren anbieten, sind rar geworden, zumindest auf dem Land. Nicht so in Überherrn. Die Gemeinde hat mit ihrem Wochenmarkt am Donnerstagnachmittag ihren Bürgern ein Angebot der Nahversorgung geschaffen

Überherrn. Kurzwaren werden sie genannt, Dinge wie Reißverschlüsse und Knöpfe oder Gebrauchsgegenstände für den Haushalt wie Scheren oder Messer. Geschäfte, die Kurzwaren anbieten, sind rar geworden, zumindest auf dem Land. Nicht so in Überherrn. Die Gemeinde hat mit ihrem Wochenmarkt am Donnerstagnachmittag ihren Bürgern ein Angebot der Nahversorgung geschaffen. Von Kleidern über Gebrauchsgegenstände bis hin zu Lebensmitteln bietet der Markt wöchentlich am alten Bahnhof ein wechselndes Programm.Vor knapp zwei Monaten gaben Bürgermeister Bernd Gillo und Ortsvorsteher Arno Zenner den Startschuss zum Markttreiben am Nachmittag. Mit der Uhrzeit von 15 bis 19 Uhr wollte die Gemeinde auch Berufstätigen die Gelegenheit bieten, das Angebot der Nahversorgung zu nutzen. Zugleich hat sich in den vergangenen Wochen gezeigt, dass der Markt auch soziale Aspekte mit sich bringt, wie Erika Weber von der Gemeindeverwaltung erzählt. Man trifft sich nach dem Bummel über den Platz zum Beispiel in Pauls Bistro zum Kaffeekränzchen.

"Eigentlich wird der Wochenmarkt gut angenommen", erklärt der Ortsvorsteher. Natürlich könnte es noch besser laufen. Es braucht eben seine Zeit, bis sich das neue Angebot rumgesprochen hat.

Einer der Händler kommt aus Wadgassen und ist von Beginn an dabei. Er verkauft Kurzwaren und ist mit der Resonanz zufrieden. Und auch Josef Blass mit seinem Verkaufsstand für Kinderbekleidung schwärmt: "Mir geht es gut hier." Knapp ein Dutzend Standbetreiber sind jede Woche dabei, Anbieter von Spezialitäten kommen im Wechsel wenigstens einmal im Monat hinzu. "Wir wollen ein Angebot für den täglichen Bedarf schaffen", sagt Arno Zenner. Und was den Markt für die Standbetreiber attraktiv macht, sind die Standgebühren. Für die ersten Wochen hat die Gemeinde auf Gebühren gänzlich verzichtet, ab dieser Woche bezahlen die Marktbeschicker für einen Stand bis drei Meter Länge fünf Euro, bei mehr als drei Metern zehn Euro.

Wer seine Produkte in Überherrn verkaufen will, meldet sich bei Erika Weber unter Telefon (0 68 36) 90 91 39 oder (01 57) 72 58 31 44.