Kurzfristige Lösung für den Winterdienst in Saarwellingen

Kurzfristige Lösung für den Winterdienst in Saarwellingen

Saarwellingen. Ziemlich kurzfristig stehen die Kommunen vor dem Problem, wer bald Eis und Schnee wegräumt. Denn der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) hat angekündigt, auf Bundes- und Landesstraßen in Ortsdurchfahrten aus Kostengründen keinen Winterdienst mehr durchzuführen zu können

Saarwellingen. Ziemlich kurzfristig stehen die Kommunen vor dem Problem, wer bald Eis und Schnee wegräumt. Denn der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) hat angekündigt, auf Bundes- und Landesstraßen in Ortsdurchfahrten aus Kostengründen keinen Winterdienst mehr durchzuführen zu können. Die Gemeinden stehen vor der Wahl, ob sie kurzfristig den Winterdienst selbst übernehmen oder den LfS gegen Bezahlung zu beauftragen. Bis 30. September muss Saarwellingen einen Vertrag mit dem LfS aufsetzen, es war also eine eilige Entscheidung im Rat geboten.Pro Kilometer nimmt der LfS 4160 Euro, in der Gemeinde sind insgesamt 13, 925 Kilometer Straßen - zusätzlich zum Winterdienst des Baubetriebshofes - zu räumen. Für den kommenden Winter berechnet der LfS der Gemeinde rund 40 000 Euro; der Betrag kann sich witterungsbedingt verändern. Das bedeutet für Saarwellingen überplanmäßige Ausgaben für den Abschlag von rund 15 000 Euro, der im Januar 2012 zu zahlen ist.

Ohne Gegenstimmen und Enthaltungen beschloss der Gemeinderat einstimmig, den Räumdienst für den kommenden Winter noch dem LfS zu übertragen.

Allerdings waren sich die Ratsparteien auch einig, dass für den kommenden Haushalt zu diskutieren sei, ob die Gemeinde nicht den Winterdienst künftig völlig allein stemmen will. Dafür rechnet die Verwaltung mit Kosten von rund 435 000 Euro, gerechnet auf zehn Jahre. nic