Kurioses Ergebnis: Nonnweiler FWG ist überrascht

Kurioses Ergebnis: Nonnweiler FWG ist überrascht

Nonnweiler. Auch knapp eine Woche nach der ungewöhnlichen Ortsvorsteher-Wahl in Nonnweiler herrscht unter Lokalpolitikern Ratlosigkeit. Wie Ortsratsmitglied Jörn Hübner (FWG) am Freitag sagte, sei seine Fraktion "teils schon überrascht" worden von der Kandidatur des CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Thomas Leidinger (45) für das Ortsvorsteheramt

Nonnweiler. Auch knapp eine Woche nach der ungewöhnlichen Ortsvorsteher-Wahl in Nonnweiler herrscht unter Lokalpolitikern Ratlosigkeit.Wie Ortsratsmitglied Jörn Hübner (FWG) am Freitag sagte, sei seine Fraktion "teils schon überrascht" worden von der Kandidatur des CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Thomas Leidinger (45) für das Ortsvorsteheramt. Ausgerechnet die SPD hatte ihn nominiert - gegen den Willen der örtlichen Christdemokraten, die wiederum ihren Chef Andreas Lauer auf dem Posten sehen wollten. Dieser unterlag jedoch in der Stichwahl (wir berichteten).

Wie der 40-jährige Hübner bestätigte, sei das Ergebnis ungewöhnlich, da die FWG-Vertreter in der jüngsten Vergangenheit in der Regel eine Ortsratsallianz mit der Union bildeten. Demnach hätte es durchaus für eine Wahl des CDU-eigenen Kandidaten Lauer zum Ortsvorsteher gereicht. In dem Gremium entfallen je drei Stimmen auf CDU, SPD und FWG. Der von den Sozialdemokraten nominierte CDU-Chef Leidinger bekam sechs Stimmen.

Trotzdem ging Hübner davon aus, dass dieses Wahldebakel für die örtliche CDU eine Sache zwischen der Union und der SPD sei. "Wir halten uns da raus. Die Gegner sollen sich nun sammeln." Ihm und seinen Kollegen von den Freien Wählern gehe es nun darum, "ohne Parteibuch Politik für den Ort zu machen".

Jörn Hübner war zu Beginn der Ortsratssitzung für seinen im März verstorbenen Vater Peter Hübner (FWG) nachgerückt und vereidigt worden. Peter Hübner war bis zu seinem Tod Ortsvorsteher.

Nach der Ortsvorsteherwahl kandidierte Jörn Hübner für den Stellvertreterposten und erhielt sieben Stimmen. Für seine Gegenkandidatin Monika Eli (CDU) stimmte ein Ortsratsmitglied. Eine Stimme war ungültig. > siehe auch "Unsere Woche" auf dieser Seite hgn

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