1. Saarland

Kurios: Hasborn II spielt gar nicht und wird dennoch Meister

Kurios: Hasborn II spielt gar nicht und wird dennoch Meister

Hasborn. Der SV Rot-Weiß Hasborn II hat am Sonntag sein Meisterstück in der Fußball-Kreisliga A Schaumberg gemacht - und das ohne selbst zu spielen. Nachdem der Gegner, der TuS Hirstein II, bereits am Freitagabend die Partie in Hasborn wegen Personalmangels abgesagt hatte, war klar, dass die drei Punkte kampflos nach Hasborn gehen würden

Hasborn. Der SV Rot-Weiß Hasborn II hat am Sonntag sein Meisterstück in der Fußball-Kreisliga A Schaumberg gemacht - und das ohne selbst zu spielen. Nachdem der Gegner, der TuS Hirstein II, bereits am Freitagabend die Partie in Hasborn wegen Personalmangels abgesagt hatte, war klar, dass die drei Punkte kampflos nach Hasborn gehen würden. Die Rot-Weißen mussten damit nur noch auf eine Niederlage des VfR Otzenhausen im Verfolgerduell gegen den TuS Nohfelden hoffen, um vorzeitig als Titelträger festzustehen.Da sie selbst nicht spielen musste, machte sich die Hasborner Mannschaft geschlossen auf den Weg nach Otzenhausen. Dort war schnell klar, dass man feiern konnte. Schon zur Pause führte Nohfelden mit 3:0 (Endstand: 7:1). "Da haben wir schon die ersten Getränke geordert", beichtet Hasborns Sportchef Sascha Maldener, der nach dem Schlusspfiff zur Überraschung der Spieler auch schon die Meister-Shirts aus seinem Kofferraum zauberte. Nach dem Spiel ging es im Autokorso zurück ins Clubheim nach Hasborn, wo noch lange gefeiert wurde. "Wir sind verdient Meister geworden", urteilte Trainer Dani Boulos (Foto: Verein). "Für mich war das ein schöner Abschied." Boulos wird am Saisonende sein Traineramt aus familiären Gründen zur Verfügung stellen. "Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, vor allem jetzt nach dem Titel", sagte Boulos. Seinen Pass wird der Meister-Trainer aber in Hasborn lassen, um im Notfall noch spielen zu können.

Sein Nachfolger auf der Trainerbank wird Sascha Maldener. Der peilt in der kommenden Runde zunächst einmal den Ligaverbleib in der Bezirksliga St. Wendel an. "Wir wollen so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben", erklärt Maldener, der froh ist, dass es in dieser Saison endlich mit dem ersehnten Aufstieg geklappt hat. "Wir versuchen es ja schon seit 2007. Dafür, dass es jetzt gereicht hat, war wohl unser guter Zusammenhalt ausschlaggebend und die Tatsache, dass wir während der gesamten Saison Unterstützung von der ersten Mannschaft und der A-Jugend hatten", so Maldener. sem