Kunstrasen rückt in greifbare Nähe

Kunstrasen rückt in greifbare Nähe

Herrensohr. Der TuS Herrensohr ist seinem Traum vom Kunstrasenplatz ein gutes Stück näher gekommen. Wahrscheinlich noch in diesem Jahr können die Umbauarbeiten am 1968 gebauten Hartplatz beginnen. Das ist das Ergebnis der ursprünglich als reine Informationsveranstaltung geplanten Versammlung im TuS-Clubheim

Herrensohr. Der TuS Herrensohr ist seinem Traum vom Kunstrasenplatz ein gutes Stück näher gekommen. Wahrscheinlich noch in diesem Jahr können die Umbauarbeiten am 1968 gebauten Hartplatz beginnen. Das ist das Ergebnis der ursprünglich als reine Informationsveranstaltung geplanten Versammlung im TuS-Clubheim. "Wir sind natürlich sehr froh, aber auch total überrascht", sagte Hans Blechschmidt, Vorsitzender des Gesamtvereins und damit "Chef" von über 1000 TuS-Mitgliedern in den Sparten Fußball, Handball, Basketball, Tennis und Turnen.Die frohe Botschaft überbrachte Saarbrückens CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Peter Strobel: "2011 hat der Stadtrat eine Maßnahme am Kieselhumes verabschiedet. Doch in Zusammenarbeit mit Innenminister Stefan Toscani ist es gelungen, eine kreative Lösung zu finden." Die 150 000 Euro, die die Stadt zu derartigen Kunstrasenprojekten zuschießt, streckt das Land in diesem Falle vor. Sie sollen mit dem Haushalt 2012 zurückgezahlt werden. "Damit kann der Bau in Herrensohr beginnen", sagte Strobel. Doch zunächst muss der Stadtrat diesem Finanzierungsmodell noch zustimmen.

"Uns ermutigt diese Nachricht aber, auf dem eingeschlagen Weg fortzufahren", sagt dazu Heiko Bach, der Vorsitzende des Fördervereins Kunstrasen, der bislang bereits 32 000 Euro gesammelt hat. Ziel ist es, bis zum Baubeginn 40 000 Euro aufzutreiben. "Der Bau des Kunstrasens ist mit die größte Herausforderung der Vereinsgeschichte", erklärt Bach und erläutert das Finanzierungskonzept: "150 000 Euro kommen von der Landeshauptstadt, 100 000 Euro finanziert der Förderverein über einen Kredit. Wir rechnen mit 75 000 Euro von der Sportplanungskommission und mit 50 000 Euro vom Gesamtverein. Dazu kommen etwa 15 000 Euro Eigenleistung." Insgesamt rechnet man mit einem Volumen von 430 000 Euro.

Das kann allerdings noch ansteigen. Denn der Verein möchte neben dem Kunstrasenplatz noch eine 100-Meter-Leichtathletikbahn, eine Sprunggrube und eine Kugelstoßanlage errichten. "Uns geht es um ein breites Angebot für Kinder und Jugendliche", betont Bach, "wir bemühen uns darum, dass auch die nahe gelegene Gesamtschule Sulzbachtal dann bei uns ihren Sportunterricht abhalten kann." Beim Regionalverband als Schulträger ist man von der Idee angetan, an den höheren Baukosten kann man sich aber direkt nicht beteiligen. "Wir dürfen nicht in fremdes Eigentum investieren", erklärt die Regionalverbands-Beigeordnete Elfriede Nikodemus, "wir können uns über eine Miete einbringen. Vergleichbar machen wir das schon in Gersweiler." Dort nutzt die Erweiterte Realschule die Anlage des benachbarten Sportvereins.

"Die Entscheidung liegt jetzt beim Stadtrat", sagt Heiko Bach hoffnungsvoll, "wir sind bereit für einen Baubeginn 2011." "Uns geht es um

ein breites Angebot

für Kinder und

Jugendliche."

Heiko Bach