Kundgebung zum Antikriegstag in Saarbrücken

Kundgebung in Saarbrücken : Friedensnetz Saar fordert Ab- statt Aufrüstung

Anlässlich des Antikriegstages haben sich am Samstag rund 100 Menschen auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken zu einer mehrstündigen Kundgebung versammelt. Neben Musik gab es auch Redebeiträge, in denen die Wichtigkeit von Frieden gerade in der heutigen Zeit hervorgehoben wurde.

Veranstaltet von Thomas Hagenhofer (DKP) vom Friedensnetz Saar wurden zentrale Anliegen der Deutschen Friedensbewegung vorgetragen: Zivile Konfliktbearbeitung solle stets den Vorrang vor Kriegseinsätzen haben, Flüchtlingen sollten sichere Wege nach Europa eröffnet werden. Angeprangert wurde die „Politik der Abschottung“, geworben wurde stattdessen für Abrüstung und einen Exportstopp von Rüstungsgütern. Kritik ernteten insbesondere die Militärausgaben Deutschlands. „Wir wollen abrüsten statt aufrüsten“, erklärte Waltraud Andruet (Pax Christi), Sprecherin des Friedensnetzes Saar. „Das Geld, das in Rüstungsausgaben fließt, ist das Geld, was im zivilen Bereich wie etwa bei Schulen, Kitas, sozialem Wohnungsbau und Klimagerechtigkeit fehlt“, so Andruet. Unter dem Druck Amerikas würde an der Rüstungsspirale gedreht.

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