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Kunden ansprechen und finden in sozialen Netzwerken

Kunden ansprechen und finden in sozialen Netzwerken

St. Wendel. "An den sozialen Netzwerken führt kein Weg mehr vorbei, denn hier finden Sie Ihre Kunden von morgen", unterstrich Susanne Bartel, Internetbeauftragte der IHK Saarland, bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) im UTZ St. Wendel die Bedeutung von Social Media auch und gerade für Unternehmen

St. Wendel. "An den sozialen Netzwerken führt kein Weg mehr vorbei, denn hier finden Sie Ihre Kunden von morgen", unterstrich Susanne Bartel, Internetbeauftragte der IHK Saarland, bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) im UTZ St. Wendel die Bedeutung von Social Media auch und gerade für Unternehmen. Über 90 Prozent der Internet-Nutzer zwischen 14 und 29 Jahren seien schon Mitglieder in sozialen Netzwerken. Facebook mit mehr als einer Milliarde Nutzern, Twitter mit 517 Millionen, Google Plus mit 250 Millionen und das Business-Portal Xing mit 11,4 Millionen sind laut Susanne Bartel die Flaggschiffe der mobilen Generation.Social Media bezeichnet digitale Medien und Technologien, die es den Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten - so definiert es die Internet-Enzyklopädie Wikipedia. Dabei sind die Benutzer zugleich Konsumenten und Produzenten, also Sender und Empfänger. "Der Informationsaustausch und die Feedback-Prozesse erfolgen in sehr hoher Geschwindigkeit und mit großem Multiplikatoreffekt", hob Susanne Bartel die Vorteile der sozialen Netzwerke hervor, die bestens geeignet seien, ein positives Markenimage aufzubauen und zu pflegen.

Heike Cloß, die Justiziarin der IHK, beleuchtete die rechtliche Seite. So gelte die Impressums-Pflicht auch für die Unternehmensseiten auf Social-Media-Plattformen. Firmen müssen deshalb etwa auf ihren Facebook-Seiten den Namen des Anbieters, Rechtsform, Name des Vertretungsberechtigten, Anschrift mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse, Registergericht und -nummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und die zuständige Aufsichtsbehörde aufführen.

Auch muss ein inhaltlich Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Texte benannt werden. "Gehen Sie hier sehr sorgfältig vor, sonst drohen teure Abmahnungen", warnte Heike Cloß. Vorsicht sei auch bei der Verwendung von lizenzierten Fotos angebracht. Diese dürften nicht automatisch auf Social-Media-Plattformen genutzt werden, weil diese Plattformen ein uneingeschränktes Nutzungsrecht beinhalten, was typischerweise nicht Inhalt einer Lizenzvereinbarung ist. Die beiden IHK-Expertinnen empfahlen den zahlreichen Firmenvertretern, mit ihren Mitarbeitern das Verhalten in den sozialen Netzwerken zu besprechen und klar abzuklären, wer was auf den Unternehmensseiten kommunizieren dürfe.

Auch im Privatbereich gelte in sozialen Netzwerken die Verschwiegenheitspflicht gegenüber dem Unternehmen, und wer seinen Chef in sozialen Netzwerken beleidige, müsse mit einer Abmahnung oder gar Kündigung rechnen. red