Kulturamt Merzig: Über 300 Belege und 16 Unterschriften gefälscht

Kulturamt Merzig: Über 300 Belege und 16 Unterschriften gefälscht

Merzig. Die Unregelmäßigkeiten im Merziger Kulturamt reichen offenbar bis ins Jahr 2003 zurück. Unserer Zeitung liegen Informationen aus dem Rathaus vor, wonach seit fünf Jahren Einnahmen aus Kulturveranstaltungen nicht an die Stadtkasse geflossen sind, sondern damit Forderungen gegen die Stadt ohne Verbuchung bar bezahlt wurden

Merzig. Die Unregelmäßigkeiten im Merziger Kulturamt reichen offenbar bis ins Jahr 2003 zurück. Unserer Zeitung liegen Informationen aus dem Rathaus vor, wonach seit fünf Jahren Einnahmen aus Kulturveranstaltungen nicht an die Stadtkasse geflossen sind, sondern damit Forderungen gegen die Stadt ohne Verbuchung bar bezahlt wurden. Für die interne Ermittlungsgruppe der Stadt steht wohl auch fest, dass die Kultur-Managerin Martina Malburg seit November 2004 städtische Forderungen über ihr Privatkonto beglichen hat. Weil auch Bareinzahlungen auf dieses Privatkonto erfolgt sind, wird vermutet, dass dieses Geld ebenfalls aus dem Kulturamt kam. Nach dem Open-Air 2008, dessen finanzielle Abwicklung teilweise unklar ist, hat Malburg angeblich einen Privatkredit über 15000 Euro aufgenommen. Die städtischen Ermittler sind, so weitere Informationen, auch einer Serie von offenkundigen Unterschriftenfälschungen auf Rechnungen und Belegen auf die Spur gekommen. Die Rede ist hier von 16 Fällen. Zudem sollen rund 320 Buchungsbelege (Gesamtvolumen 780000 Euro) aus den Jahren 2006 bis 2008 manipuliert worden sein. mju/wop

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