Kubanisches Tastenfeuer

Kubanisches Tastenfeuer

Saarbrücken. Schlag auf Schlag geht's beim Festival Jazz Transfer. Nach dem Glanzlicht vom Mittwoch mit dem Rosario Giuliani Quartett erlebten die Zuhörer im Jazzclub des Domicil Leidinger am Donnerstag wieder ein herausragendes Konzert. Star war der Pianist Ramon Valle aus Kuba mit seinem Trio. Mit einem ausgiebigen Intro zeigte Valle gleich, was er auf den Tasten draufhat

Saarbrücken. Schlag auf Schlag geht's beim Festival Jazz Transfer. Nach dem Glanzlicht vom Mittwoch mit dem Rosario Giuliani Quartett erlebten die Zuhörer im Jazzclub des Domicil Leidinger am Donnerstag wieder ein herausragendes Konzert. Star war der Pianist Ramon Valle aus Kuba mit seinem Trio. Mit einem ausgiebigen Intro zeigte Valle gleich, was er auf den Tasten draufhat. Einer seiner Trümpfe ist die transparente Mehrstimmigkeit. Mühelos gestaltet er verschiedene Linien gleichzeitig, die eine erstaunliche Eigenständigkeit entwickeln. So vermag er seinen Improvisationen immer neue Farben zu geben. Genauso wichtig sind die ansprechenden, oft schmeichelnden Themen aus Valles Feder als Grundlage des Ganzen. Latin-Rhythmen stehen dabei im Mittelpunkt. Doch ist Valles Spektrum vielfältiger. Sein mit Girlanden verziertes Tastenfeuer ließ Einflüsse aus der Klassik ebenso erkennen wie aus dem Pop. Dass die mal lyrischen, mal entspannt tänzelnden Piano-Passagen über die lange Distanz trugen, lag auch an den aufmerksam begleitenden Partnern: Wie Seismografen schienen Eric Calmes (Kontrabass) und Owen Hart jr. (Schlagzeug) jede kleine Stimmungsnuance Valles wahrzunehmen; und sie trugen auch mit spontanen Akzenten und starken Soli dazu bei, dass es spannend blieb.Programm: Samstag, 5. November, 20 Uhr, Domicil Leidinger: Virginie Teychené Quartett (Frankreich). Sonntag, 6. November, 20 Uhr, Café am Schloss: Sebastian Laverny Quartett mit Oleg Berlin (Saxofon). Mittwoch, 9. November, 20 Uhr, Funkhaus Halberg: Pascal Schumacher und Jef Neve; Omar Sosa . Donnerstag, 10. November, 20 Uhr, Uni-Aula: Manolito Simonet y su Trabuco. Freitag, 11. November, 20 Uhr, Uni-Aula: Stan Sulzmann Neon Quartett; Rick Margitza-Philipp van Endert-Trio.