KSV bleibt in guter Erinnerung

KSV bleibt in guter Erinnerung

Völklingen. Auf den Ringer-Matten in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle kämpften die Athleten am Wochenende bei der deutschen Ringer-Meisterschaft im griechisch-römischen Stil um jeden Punkt. Ihre Trainer wollten ihre Schützlinge teilweise zum Sieg schreien oder diskutierten über Entscheidungen der Mattenrichter. Die Zuschauer fieberten mit und feuerten die Ringer an

Völklingen. Auf den Ringer-Matten in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle kämpften die Athleten am Wochenende bei der deutschen Ringer-Meisterschaft im griechisch-römischen Stil um jeden Punkt. Ihre Trainer wollten ihre Schützlinge teilweise zum Sieg schreien oder diskutierten über Entscheidungen der Mattenrichter. Die Zuschauer fieberten mit und feuerten die Ringer an. Davon bekamen Reiner Both und Peter Walz allerdings nicht immer etwas mit. Denn die beiden delegierten das 100-köpfige Organisations-Team des Regionalligisten KSV Fürstenhausen, der die nationalen Titelkämpfe im Jahr seines 100-jährigen Vereinsjubiläums ausrichtete.

Stetig waren sie unterwegs: Vom Kuchenverkauf, zum Getränkestand, hin zur Kasse - zwischendrin wiesen sie noch Helfer ein oder brachten die Ringer für den Finaleinlauf in die richtige Reihenfolge. Immer gab es irgendetwas zu erledigen. "Ich habe gar nicht so viel von den Kämpfen mitbekommen. Das ist wie ein Marathonlauf durch die Halle", sagt Reiner Both. Er ergänzt: "Es ist schon anstrengend, aber nicht so stressig." Allerdings musste er sonntags schon zugeben: "Gestern bin ich nur noch duschen gegangen und dann direkt ins Bett. Den Fernseher habe ich gleich ausgelassen."

Doch der Einsatz der Organisationsleitung samt Helfer schien sich zu lohnen. "Es läuft momentan alles rund", zog Both am Samstag in einer der wenigen Verschnaufpausen ein Zwischenfazit. Und Andrea Dietzhoff, die für die Internetseite des Turniers verantwortlich und stetig mit der Fotokamera bewaffnet war, freute sich: "Es sind auch einfach fremde Leute zu uns gekommen und haben uns gelobt." Doch bei einem solch großen Turnier muss auch ab und zu improvisiert werden. Entweder es hakte mal mit der Internetverbindung, der vom deutschen Ringerbund eingeforderte Warteraum für die Ringer, die zur Dopingkontrolle mussten, musste noch kurz organisiert werden oder die ausgefallene Kühlung für das Bier musste wieder in Gang gebracht werden. "Ich bin mehr als einmal ins Schwitzen gekommen", sagt Walz mit Schweißtropfen auf der Stirn und scherzt: "Wenn man es mir auch nicht ansieht, das ein oder andere Kilo habe ich verloren."

Die Finalkämpfe der beiden Saarländer Jurij Kohl und Jan Fischer ließen sich dann aber doch nicht entgehen. "Das war eindeutig der Höhepunkt", sagt Peter Walz. So feuerten Walz und Both die beiden an, fieberten und freuten sich mit, bevor sie ihrer Pflicht als Organisatoren wieder nachgehen mussten. Und so wie Kohl und Fischer nach ihren Titelgewinnen erleichtert und zufrieden waren, so waren auch die Organisatoren bereits vor den letzten Kämpfen erleichtert. "Unser Ziel war es, dass der Name KSV Fürstenhausen gut in Erinnerung bleibt. Und das wird er bleiben. Es haben alle an einem Strang gezogen", ist Walz zufrieden. Lediglich mit der Zuschauerzahl haderte er ein wenig. "Das war nicht das, was ich mir erhofft hatte." Fast 2000 Zuschauer besuchten die deutsche Meisterschaft insgesamt an den beiden Tagen.

Dennoch, nach zwei anstrengenden Turniertagen und dem Abbau wusste Walz auch schon wie das Erholungsprogramm aussieht. "Wir machen mit dem gesamten Team die Fässer leer", sagte er schmunzelnd mit Blick Richtung Bierstand. "Das ist wie ein Marathonlauf durch die Halle."

Organisationsleiter Reiner Both

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