1. Saarland

"Kronjuwelen der Blasmusik"

"Kronjuwelen der Blasmusik"

Freisen. Besucher aus ganz Deutschland, aber auch aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und der Schweiz waren für die "Kronjuwelen der Blasmusik" angereist

Freisen. Besucher aus ganz Deutschland, aber auch aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und der Schweiz waren für die "Kronjuwelen der Blasmusik" angereist. Vor acht Jahren wurde dieses Marathon-Konzert erstmals vom Musikverein Edelweiß Asweiler-Eitzweiler unter der Leitung von Cornel Hahnenberg sowie vom Musikverein Wolfersweiler, geleitet von Roland Schramm, organisiert. Aufgrund der großen Resonanz wurde die Veranstaltung fortan alle zwei Jahre wiederholt, in diesem Jahr zum fünften Mal.Eröffnet wurde das Konzert am Samstagabend in der vollbesetzten Halle mit mährischer Blasmusik von der Kapelle "Mährische Freunde" aus Freisen und Umgebung, die von Cornel Hahnenberg geleitet wird. Sie wurden gefolgt von böhmischen Klängen der Kapelle "Innsbrucker Böhmische" aus Österreich. Beide Kapellen brachten das Publikum in die richtige Stimmung und bereiteten es auf den Höhepunkt des Abends vor: Der in Blasmusikkreisen weit bekannte Vlado Kumpan aus Tschechien gab in Freisen sein zehnjähriges Jubiläumskonzert, das einzige außerhalb Tschechiens. Viele der rund 900 Besucher waren vor allem wegen ihm und seinen Musikanten angereist und füllten die Halle bis zum letzten Platz. Vlado Kumpan, auch als böhmischer Trompetenkönig bekannt, enttäuschte seine Fans nicht. Fünf Stunden lang heizte die Kapelle dem Publikum richtig ein und gab dazwischen immer wieder äußert virtuose Trompetensoli. Das ging so bis morgens um halb drei. "Da standen um die 250 Leute vorne an der Bühne", erinnert sich ein begeisterter Besucher. "Die Stimmung war bombastisch."

550 Besucher feierten

Am Sonntagvormittag um halb elf wurde das Konzert mit den Original Böhmischen Musikanten fortgesetzt, einer Band aus der Landstuhler Gegend. Im Anschluss daran folgten Berthold Schick und seine Allgäu 6, die Egerländer Musik spielten. Zu dieser Zeit waren die rund 550 Besucher bereits in ausgelassener Stimmung.

Die Kapelle Machlast aus Österreich, die als nächste auftrat, ist eine junge Kapelle aus Wien, die nur Eigenkompositionen spielt. "Das sind alles versierte und studierte Musiker", erklärt Cornel Hahnenberg. "Viele von ihnen spielen zum Beispiel an der Wiener Philharmonie." Bei den anderen Kapellen sehe dies nicht anders aus. Oft habe man noch die Vorstellung von leichter Musik, doch Blasmusik sei sehr anspruchsvoll und habe sich in den vergangenen 20 Jahren sehr geändert. "Es handelt sich hier um sehr gut ausgebildete Musiker, die die Blasmusik zu ihrem Hobby gemacht haben."

Den Abschluss am Abend bildeten Dunajska Kapela aus Bratislawa in der Slowakei, die den Abend mit klassischen mährischen Stücken voller Energie ausklingen ließen.

 Blasmusikfan Anna Haar aus St. Wendel. Fotos: B & K
Blasmusikfan Anna Haar aus St. Wendel. Fotos: B & K

Zur Abrundung des Konzertes gab es Kaffee und Kuchen sowie warme Speisen, darunter auch böhmische Spezialitäten, mit denen die zahlreichen Besucher sich stärken konnten.