„Kapazitätsengpässe zu erwarten“ Platz für Ukraine-Flüchtlinge: Kitas im Saarland dürfen vorerst mehr Kinder aufnehmen

Saarbrücken · Damit auch für ukrainische Kinder Plätze garantiert sind, sollen Kitas im Saarland vorerst mehr Kinder aufnehmen dürfen. Auch alternative Betreuungsformen sind laut Bildungs- und Sozialministerium im Gespräch.

Krieg in der Ukraine: Kitas im Saarland dürfen vorerst mehr Kinder aufnehmen
Foto: dpa/Annette Riedl

Saarländische Kitas sollen laut Bildungs- und Sozialministerium grundsätzlich für ukrainische Kinder zugänglich sein. „Weil Kapazitätsengpässe zu erwarten sind, sollen die Kitas, vorerst befristet, die Möglichkeit eingeräumt bekommen, freiwillig und in Abstimmung zwischen Team, Träger, Elternausschuss und Landesjugendamt, auch über die in der Betriebserlaubnis festgelegte Obergrenze hinaus Kinder aufzunehmen, wenn alle Beteiligten einverstanden sind“, teilten die Ministerien am Freitag in Saarbrücken mit. „Sofern eine Kita eine Warteliste führt, sollen grundsätzlich die auf dieser Warteliste zuerst gemeldeten Kinder aufgenommen werden.“

Sollten darüber hinaus weitere Betreuungskapazitäten benötigt werden, könnten im Einvernehmen mit den Trägern und dem Landesjugendamt alternative Betreuungsformen in Modellversuchen umgesetzt werden. „Diese Angebote können beispielsweise in öffentlichen Gebäuden als Dependance zu einer Kita oder als Brückenangebot einer Kita zur Betreuung vor Ort angeboten werden“, hieß es.