Kreistag gibt grünes Licht für neue Artenschutzrichtlinien

Kreistag gibt grünes Licht für neue Artenschutzrichtlinien

St. Wendel. Der Landkreis St. Wendel hat seine Artenschutz-Richtlinien angepasst. Den entsprechenden Änderungen stimmte der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu

St. Wendel. Der Landkreis St. Wendel hat seine Artenschutz-Richtlinien angepasst. Den entsprechenden Änderungen stimmte der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu. Sie waren notwendig geworden, weil es seit Inkrafttreten der bisherigen Richtlinien im Jahr 2002 Änderungen im Naturschutzgesetz und damit verbunden veränderte Anforderungen an die fachliche Umsetzung von Maßnahmen im Natur- und Artenschutz gegeben hat. Die Neuerungen betreffen dabei ehrenamtlich erbrachte Leistungen von Naturschutz- sowie Obst- und Gartenbauvereinen. "Sie sollen den organisierten Vereinen bestimmte Maßnahmen erleichtern und ihre ehrenamtliche Arbeit anerkennen", sagte Landrat Udo Recktenwald (CDU). Dabei geht es auch um die finanzielle Förderung von Maßnahmen.Zu den wichtigsten Neuerungen gehört, dass nun auch die Anpflanzung von halbstämmigen Obstbäumen gefördert wird. Ebenso wird nun auch gefördert, wenn die Bäume in Privatgärten angepflanzt werden. Wenn die Bäume geschnitten werden, wird nun neben dem Verjüngungsschnitt auch der Erziehungs- und Erhaltungsschnitt gefördert bei Obst-, Haus- und Hofbäumen. Im Bereich Artenschutz wird jetzt auch gefördert, wenn neue Biotope angelegt werden. Die finanzielle Förderung von umfangreichen Projekten - die Mindestaufwendungen müssen 250 Euro betragen und dürfen nicht anderweitig bezuschusst sein - muss beim Landkreis im Voraus beantragt werden. Bei Maßnahmen wie etwa Baumschnitten muss eine Beratung durch einen ausgebildeten Baumwart der Gartenbauvereine oder durch die Fachberatungsstelle des Landkreises nachgewiesen werden. uo

Auf einen Blick

Insgesamt gibt es acht Gruppen von förderfähigen Maßnahmen: Pflanzung ortsbildprägender Haus- und Hofbäume; Biotopgestaltung durch Anpflanzung von Hecken und Feldgehölzen; Neupflanzung von Streuobstwiesen; Nachpflanzung von Obstbäumen in vorhandenen Beständen; Pflege von besonderen Wiesenstandorten und Offenhaltung bestimmter Landschaftsbereiche; Schnitt von erhaltenswerten Obst-, Haus- und Hofbäumen; Herstellung, Anbringung und Kontrolle von Nisthilfen; Neuanlage von Biotopen. red

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