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Kreis Neunkirchen sucht neue Wege in die Zukunft

Kreis Neunkirchen sucht neue Wege in die Zukunft

Landsweiler-Reden. Wo steht der Landkreis Neunkirchen? Wie muss er sich entwicklen, um zukunftsfähig zu sein? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Strategiekonzept, dessen Zwischenbericht gestern auf dem Zukunftstag des Landkreises im Garten Reden der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Rund 300 Bürger kamen zur Vorstellung auf das Gelände der ehemaligen Grube Reden

Landsweiler-Reden. Wo steht der Landkreis Neunkirchen? Wie muss er sich entwicklen, um zukunftsfähig zu sein? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Strategiekonzept, dessen Zwischenbericht gestern auf dem Zukunftstag des Landkreises im Garten Reden der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Rund 300 Bürger kamen zur Vorstellung auf das Gelände der ehemaligen Grube Reden. Das Konzept, das zusammen mit der Beratungsgesellschaft Kern-Plan entwickelt wurde, setzt auf drei Themenschwerpunkte, auf die der Landkreis Neunkirchen sein künftiges wirtschaftliches und soziokulturelles Profil aufbauen will. "Wir bemühen uns, den demografischen Wandel positiv zu sehen und sehen dadurch eine Chance für den Kreis als Vitalregion", sagt Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider (SPD). Durch die schon vorhandenen Angebote im Gesundheitsbereich und in den Bereichen Wellness, Sport und Landschaft sieht man hier besonderes Potenzial. Des Weiteren soll der Landkreis zur Kreativ- und Innovationsregion für Querdenker und Kulturschaffende werden. Ein weiterer Punkt des Entwicklungskonzepts ist die Etablierung des Landkreises als Markenzeichen. Dazu sollen mehrere Projekte in den Feldern Bildung, Tourismus, Wirtschaft und Kultur gestartet werden.Auf die Finanzierung der Projekte wird im Zwischenbericht noch nicht eingegangen. "Je weniger Geld man hat, umso kreativer muss man sein", sagt Hoffmann-Bethscheider. Die konkreten Maßnahmen sollen zuvor mit den Kommunen besprochen werden. Die Landrätin hofft auch an vielen Stellen an andere Entwicklungsprojekte anknüpfen zu können, um Kosten zu sparen sowie auf finanzielle Unterstützung durch die Landesregierung. 70 000 Euro wurden in die Entwicklung des Strategiekonzepts investiert. 20 000 Euro trägt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landekreises Neunkirchen, 50 000 Euro steuert die Landesregierung zu.

Ein Stück Zukunft wurde gestern schon im Garten Reden enthüllt. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die restaurierte Schachtanlage der ehemaligen Grube und ein großflächiger Wassergarten eingeweiht. "Mit dem Wassergarten wurde ein hochattraktiver Anziehungsort geschaffen. Ein weiterer wichtiger Schritt zur Revitalisierung des Geländes", sagte Karl Kleineberg, Geschäftsführer der Industriekultur Saar GmbH (IKS). Die IKS hatte den Wassergarten mit 2,8 Millionen Euro finanziert. "Der Wassergarten verbindet Funktionalität mit Attraktion", erklärt Kleineberg. Der Garten sei eine moderne Grubenwasser-Entsorgungsanlage, in der das Grubenwasser gekühlt und gereinigt werde. Zudem könnten durch den Wassergarten die Auswirkungen von Hochwasser bei Starkregen vermindert werden.