Kreis: Kosten für Ingo sind nachvollziehbar

Kreis: Kosten für Ingo sind nachvollziehbar

St. Ingbert. Die St. Ingberter Linke hat die Umstände der Ingo-Vertragsverlängerung heftig kritisiert (die SZ berichtete gestern). Achim Jesel (Foto: privat), ÖPNV-Beauftragter beim Kreis, kontert: "Man hätte früher auf die EU-Verordnung reagieren können, das ist völlig richtig. Die Frage lautet nur: Wie? Wesentliche Grundlagen haben nach seinen Worten gefehlt

St. Ingbert. Die St. Ingberter Linke hat die Umstände der Ingo-Vertragsverlängerung heftig kritisiert (die SZ berichtete gestern). Achim Jesel (Foto: privat), ÖPNV-Beauftragter beim Kreis, kontert: "Man hätte früher auf die EU-Verordnung reagieren können, das ist völlig richtig. Die Frage lautet nur: Wie? Wesentliche Grundlagen haben nach seinen Worten gefehlt. Die EU-Verordnung aus 2009, die Auslöser der Probleme bei der Vergabe von Buslinien ist, sei seit 2007 bekannt. Das Land habe Arbeitsgruppen der zuständigen Ämter - sogenannte Aufgabenträger - einrichten wollen. Dafür habe man lange gebraucht. Jesel: "Andere Länder haben ihre Aufgabenträger besser auf die Vergabe vorbereitet." Aber es gebe auch andere Fallstricke in dem ÖPNV-Mosaik. Jesel berichtet, der Kreis warte noch heute auf Angaben des "saarVV" (Saarländischer Verkehrsverbund) zu den Aufteilungsregularien der Einnahmen, die die einzelnen Unternehmen erzielen können.Wenn der Verbund sich an dieser Stelle nicht bewege, müssten die Aufgabenträger das Land als Aufsichtsbehörde einschalten, um an die Zahlen zu kommen. Die von der Linken kritisierten Mehrkosten, die Saarpfalz-Bus bei der aktuellen Notvergabe der Aufträge in St. Ingbert geltend gemacht habe, seien nachvollziehbar, sagt Jesel. Wenn zum Jahresende weitere Verträge für Linien ausliefen, könne man Aufträge bündeln und kostengünstiger fahren. Bis der Kreis mit Bus-Unternehmen wieder Verträge nach den Vorgaben der EU unterschreiben kann, wird es voraussichtlich 2013 sein. mbe