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Kollision mit Lkw auf A 10
Kramp-Karrenbauer nach Unfall mit leichten Verletzungen in Potsdamer Klinik

Fotos: Kramp-Karrenbauer bleibt vorerst in Klinik FOTO:
Saarbrücken/Potsdam. Nach einem schweren Unfall in ihrem Dienstwagen, einem dunklen 7er BMW, auf der Bundesautobahn 10 (Berliner Ring) wird die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in der Ernst-von-Bergmann-Klinik in Potsdam stationär behandelt. Von Michael Jungmann
Michael Jungmann

Sie meldete sich am Donnerstagmittag selbst aus der Klinik über den Kurznachrichtendienst Twitter: „Den Umständen entsprechend bei Kollegen und mir alles ok. Hoffe, das Krankenhaus morgen verlassen zu können, bleiben eine Nacht zur Beobachtung. Ich danke allen herzlich für die Genesungswünsche!“


Nach Angaben ihrer Regierungssprecherin Anne Funk wurde die Ministerpräsidentin und CDU-Landesvorsitzende bei dem Unfall leicht verletzt. Auch ihr Fahrer und zwei Personenschützer, Kriminalbeamte des Landespolizeipräsidiums, erlitten leichte Verletzungen. Die drei Begleiter sind 49, 54 und 58 Jahre alt.



Der Dienstwagen der Ministerpräsidentin kollidierte nach ersten Polizeimeldungen am frühen Donnerstagmorgen um 4.22 Uhr zwischen den Autobahnanschlussstellen Ferch und Michendorf, etwa 90 Kilometer vor Berlin aus bislang ungeklärter Ursache mit einem LKW. Der Unfallort liegt nach Medienberichten in einem größeren Baustellenbereich mit drei verengten Fahrbahnen. Es handelt sich angeblich um einen Unfallschwerpunkt. Die Ermittlungen der brandenburgischen Polizei dauern an. Fotos dokumentieren, dass der Dienstwagen der Politikerin, der bei der Unfallaufnahme auf der linken Überholspur stand, auf der Beifahrerseite schwer beschädigt ist. Alle Airbags haben ausgelöst. Nach Polizeiangaben ist der BMW nicht mehr fahrbereit.

Kramp-Karrenbauer war auf dem Weg zu den Sondierungsgesprächen zwischen CDU und SPD in der Bundeshauptstadt. Erst am Mittwochnachmittag war sie von Berlin zurück ins Saarland gekommen. In der Saarbrücker Saarlandhalle hatte sie am Abend Abend mehr als 1500 Gäste zum traditionellen Neujahrsempfang begrüßt. Offenbar machte sich die 55 Jahre alte CDU-Politikerin aus Püttlingen mit ihrer Begleitung unmittelbar von diesem Termin nach 23 Uhr wieder auf die lange Fahrt ins mehr als 700 Kilometer entfernte Berlin.

In ihrer Ansprache beim Neujahrsempfang hatte Kramp-Karrenbauer, die als Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt, auf den anhaltenden Terminstress in Zusammenhang mit den laufenden Sondierungsgesprächen zur Bildung einer neuen Bundesregierung verwiesen. Sie sagte wörtlich: „Die Irrungen und Wirrungen der Berliner Regierungsfindung haben einer Reihe von Ministerpräsidenten doch einen gewissen Strich durch die Terminplanung gemacht.“