Konzerterlebnis der besinnlichen Art

Limbach · Betont besinnlich aber keineswegs bierernst gestalteten Petra Lamy und Suzanne Dowaliby ihren Auftritt in Limbach. Und Jochen Maas, Vorsitzender der örtlichen Kulturvereinigung, hatte mit der Ankündigung eines abwechslungsreichen Abends zu viel versprochen.

 Sängerin Petra Lamy sorgte mit ihrem Auftritt beim Konzert „Advent, Advent...“ für einen stimmungsvollen Einstieg in die Vorweihnachtszeit. Mit dabei war auch Suzanne Dowaliby. Foto: Bernhard Reichhart

Sängerin Petra Lamy sorgte mit ihrem Auftritt beim Konzert „Advent, Advent...“ für einen stimmungsvollen Einstieg in die Vorweihnachtszeit. Mit dabei war auch Suzanne Dowaliby. Foto: Bernhard Reichhart

Foto: Bernhard Reichhart

"Advent, Advent ...". Unter diesem Motto stimmten die beiden außergewöhnlichen Sängerinnen Petra Lamy und Suzanne Dowaliby ihr Publikum in der Elisabethkirche in Limbach auf die vorweihnachtliche Zeit ein.

Ihr Weihnachtsprogramm aus einer festlich beschwingten, stimmungsvollen Mischung aus traditionellen deutschen und englischen Weihnachtsliedern und Gospels verzauberte die Zuhörer in dem nicht ganz gefüllten Gotteshaus. Begleitet wurden die beiden Sängerinnen am Klavier von Edgar Bach, einem vielseitigen Multi-Instrumentalisten mit sensiblen Begleiterqualitäten und Klangkultur sowie am Bass von Christian Konrad mit seinem untrüglichen Gespür für einfühlsame, kraftvolle Bass-Melodien. Er könne sich "keine schönere Kulisse für dieses Adventskonzert als die Elisabethkirche vorstellen, um sich auf die beginnende Adventszeit einzustimmen", versprach der Vorsitzende der Kulturvereinigung Limbach, Jochen Maas, einen abwechslungsreichen Abend mit den beiden Sängerinnen.

Erlös für die Orgel

Der Erlös des Konzertes sowie die Einnahmen aus dem Verkauf von Glühwein und Plätzchen während der Konzertpause sowie im Abschluss an das Konzert komme der Renovierung der Orgel in der Elisabethkirche zugute, so Maas. Das kurzweilige Weihnachtsprogramm aus abwechselnd solistisch oder mehrstimmig vorgetragenen Liedern erwies sich als puristisch, poetisch sowie mitreißend beschwingt arrangiert, eingebettet in besinnliche und humoristische Texte zur Weihnachtszeit, in Szene gesetzt von den starken Stimmen der beiden Frontfrauen Petra Lamy und der Wahlsaarländerin Suzanne Dowaliby sowie einer stimmungsvollen Instrumentierung der beiden Musiker Christian Konrad und Edgar Bach. Ein abwechslungsreich zusammengestelltes Programm zum Genießen, Träumen, Nachdenken und Schmunzeln.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem gemeinsamen "Süßer die Glocken nie klingen", bevor Suzanne Dowaliby mit "Rudolf, the rednosed rendeer" eines der berühmtesten amerikanischen Weihnachtslieder erklingen ließ. Darüber hinaus ertönten so bekannte Melodien wie "Winter Wonderland", "Es ist ein Ros entsprungen", "White Christmas" oder "Leise rieselt der Schnee", während draußen leise der Regen herunternieselte.

Briefe ans Christkind

Abgerundet wurde das Konzert mit besinnlichen und humoristischen Texten. Sie reichten von "Alle Jahre früher oder die Eskalation der Besinnlichkeit", bei der Teile der heimischen Vogelwelt verwirrt mit dem Nestbau beginnen. Oder es wurde Haderers Brief ans Christkind zitiert: "...dann rupf ich dir die Federn aus und grill dich" bis hin zum legendären Brief der achtjährigen Virginia aus New York an die "Sun", ob es denn überhaupt einen Weihnachtsmann gibt.

Nach einem Gospel-Medley stimmten Petra Lamy und Suzanne Dowaliby mit den Klassikern "Stille Nacht" und "Ave Maria" als Zugabe abschließend auf die zweite Hälfte der Adventszeit ein.

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