Konzentriert zurück in den Alltag

Konzentriert zurück in den Alltag

Nach dem Handballfest gegen die U18-Nationalmannschaft und dem erfolgreichen Auftritt beim Saarlandpokal-Halbfinalturnier muss Tabellenführer HSG Nordsaar die Konzentration wieder auf den Alltag in der Saarlandliga richten.

750 Zuschauer verfolgten das Weihnachtsspiel in der Marpinger Sporthalle gegen die deutsche A-Jugend-Nationalmannschaft, 600 Handballfans waren es, die beim Halbfinalturier im Saarlandpokal in der Eppelborner Hellberghalle für eine tolle Stimmung sorgten. Bei den zwei jüngsten Auftritten vor jeweils großer Kulisse machten die Saarlandliga-Handballer der HSG Nordsaar beide Male eine gute Figur. "Die daraus entstandene Euphorie wollen wir nun in den Ligabetrieb mitnehmen", sagt HSG-Trainer Alexander Gabler vor dem Heimauftritt des Tabellenführers gegen den VTZ Saarpfalz II an diesem Sonntag um 18 Uhr in der Oberthaler Blies-talhalle.

Rückenwind fürs Spitzenspiel

Unterschätzen dürfe sein Team den Gegner aber auf keinen Fall. "Wenn wir das unbewusst tun, kann es auch gegen den Drittletzten brenzlig werden", weiß Gabler. Stattdessen sollen seine Akteure die zuletzt gezeigten Leistungen nun auch in der Saarlandliga an den Tag legen, schließlich gilt: "Wir wollen in einer Woche im Spitzenspiel bei der HG Saarlouis II als Tabellenführer antreten, dafür ist ein Sieg über Saarpfalz Pflicht", so der 39-Jährige.

Einen Vorteil sieht Gabler darin, dass seine Mannschaft im Spielrhythmus geblieben ist. "Im Pokal in Eppelborn kamen alle Spieler zum Einsatz, ich konnte so teilweise zwei verschiedene Formationen spielen lassen. Unser personell großes Aufgebot kam so richtig zum Tragen", sagt er. Weniger angetan war Gabler über die Startprobleme, die sein Team in den Partien gegen die Saarlandligisten Kirkel und Merchweiler offenbarte.

In der Begegnung gegen die abstiegsgefährdeten Saarpfälzer will die HSG den Gegner deshalb gleich von Beginn an mit Tempohandball in Schach halten. "In der Deckung müssen wir konsequent gegen den gefährlichen Linkshänder Maurice Kauffeld agieren", fordert Gabler. Er rechnet zudem damit, dass die Gäste mit langen Ballpassagen versuchen, ihre Torchancen zu suchen. "Wir müssen aggressiv, konzentriert und geduldig bleiben und dürfen Saarpfalz in der Deckung keine Lücken zum Abschluss ermöglichen", erklärt Gabler.

Für das Angriffsspiel kann der Trainer zwischen verschiedenen Formationen im Rückraum wählen. Für ihn besteht die Möglichkeit, mit drei wurfstarken Spielern oder mit klassischem Spielmacher in der Rückraummitte zu variieren. "Entscheidend ist jedoch: Der Ball muss laufen, die Spieler müssen in Bewegung sein, dann sind wir von allen Positionen aus gefährlich und für die gegnerische Deckung nur schwer auszurechnen", weiß Gabler.

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