Konfuzius war ein guter Fahrlehrer

Konfuzius war ein guter Fahrlehrer

"Wo Schatten ist, da ist auch Licht" - Wer das gesagt hat, der war noch nie um diese Jahreszeit mit dem Auto im Köllertal unterwegs. Schatten: ja. Licht: nur all zu oft nein. Trotz des trüben und diesigen Wetters kreuzen ständig Autos ohne Licht durch die Straßen, und das selbst dann, wenn sie in dem beliebten Trist-Grau lackiert sind

"Wo Schatten ist, da ist auch Licht" - Wer das gesagt hat, der war noch nie um diese Jahreszeit mit dem Auto im Köllertal unterwegs. Schatten: ja. Licht: nur all zu oft nein. Trotz des trüben und diesigen Wetters kreuzen ständig Autos ohne Licht durch die Straßen, und das selbst dann, wenn sie in dem beliebten Trist-Grau lackiert sind. Dabei wusste doch schon Berthold Brecht (offenbar ein guter Autofahrer): "Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht, und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht." Und so sind auf unseren Straßen viele zwielichtige Gestalten unterwegs, obwohl doch schon Platon wusste: "Einem Kind, das die Dunkelheit fürchtet, verzeiht man gern; tragisch wird es erst, wenn Autofahrer das Licht fürchten." (Na gut, er sagte nicht "Autofahrer" sondern "Männer", aber sicher nur deshalb, weil es damals noch keine Autos gab.) Daher halten wir's doch lieber mit "Fahrlehrer" Konfuzius: "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."

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