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Kommentar
Kita braucht mehr als Bildungspapiere

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Es ist längst Gemeingut, dass in den frühen Kinderjahren die Weichen dafür gestellt werden, ob aus unseren lieben Kleinen  sozialverträgliche, aufgeweckte und empathische Zeitgenossen werden. Von Dietmar Klostermann
Dietmar Klostermann

Insofern ist das Bildungspapier, das Minister Ulrich Commerçon (SPD) den Kitas an die Hand gibt, eine honorige Sache. Weniger honorig ist, dass das Betreuungsverhältnis, also wie viele Erzieherinnen wie viele Kinder im Blick haben sollen, weiterhin stark verbesserungsbedürftig  ist. Hinzu kommt, dass die Erzieherinnen im Vergleich zu Gymnasiallehrern viel schlechter entlohnt werden. Obwohl ihre Leistungen für die Gesellschaft ebenso hoch anzuerkennen sind. Zudem gibt es bei der Ausbildung der Erzieherinnen noch viel Reformbedarf. Was nicht nur mit der prekären Finanzlage für angehende Erzieherinnen zusammenhängt. Auch die Aus- und Weiterbildung selbst muss für die hohen Ziele angepasst werden.