1. Saarland

Kolpingjugend diskutiert Perspektiven

Kolpingjugend diskutiert Perspektiven

Homburg. Zu einer Bundeskonferenz haben sich am Wochenende rund 60 Delegierte der katholischen Kolpingjugend aus ganz Deutschland in Homburg getroffen

Homburg. Zu einer Bundeskonferenz haben sich am Wochenende rund 60 Delegierte der katholischen Kolpingjugend aus ganz Deutschland in Homburg getroffen. Im Zentrum der Tagung: Die Auseinandersetzung mit den veränderten Lebensbedingungen und Perspektiven junger Menschen auf Basis einer wissenschaftlichen Studie, der "Sinus Milieu-Studie U27" des Heidelberger Instituts Sinus-Sociovision. Am Rande der Zusammenkunft präzisierten Andrea Koppenwallner, Mitglied des Bundesarbeitskreises der Kolpingjugend, und Frank Gärtner (Foto: thw), jugendpolitischer Bildungsrefent der Organisation, die Ziele der Diskussion. "Im Endeffekt bedeutet unsere Jugendarbeit die Arbeit in ganz unterscheidlichen Millieus. Wir werden nun betrachten, was einzelne Gruppen von Jugendlichen anspricht und ob unser eigenes Profil passt oder nicht", verdeutlichte Koppenwallner die zentrale Aufgabe der Bundeskonferenz. Gefragt, ob es einen konkreten Anlass zu einer möglichen Neuoerientierung gäbe, sagte Koppenwallner: "Es ist immer unsere Aufgabe, uns weiterzuentwickeln. Mit der Milieustudie geht es jetzt darum, neue Fakten zu gewinnen und sich zu informieren." Frank Gärtner ergänzte. "Wir haben eine eher traditionelle und bürgerliche Zielgruppe, die wir auch erreichen. Aber das Kolpingwerk trägt ja - als Beispiel - auch Bildungseinrichtungen. Und hier treffen wir auch auf konsum-orientierte Jugendliche. Da müssen wir schauen, wie wir geeignete Partizipationsmöglichkeiten finden können, mit denen wir diese Jugendlichen ansprechen können." Kein offizielles Thema der Konferenz, trotzdem in den Gesprächen stets präsent: Die gegenwärtig schwierige Situation der katholischen Kirche rund um die Missbrauchsvorwürfe der vergangenen Wochen. Koppenwallner: "Wir halten es für sehr wichtig, dass die Vorwürfe nun konkret thematisiert und aufgearbeitet werden." Die bisherige Aufklärungsarbeit bewertete Frank Gärtner als grundsätzlich sehr positiv. Er schränkte aber auch ein: "Dass nun ein Bischof zum Aufklärer ernannt wird, ist aus meiner Sicht zwiespältig zu betrachten. Man hätte sich auch sicherlich vorstellen können, damit einen Externen zu beauftragen." "Dass nun ein Bischof zum Aufklärer ernannt wird, ist aus meiner Sicht zwiespältig zu betrachten."Frank Gärtner, Bildungsreferent der Kolpingjugend