Kohle bleibt das Thema

St. Wendel. Einmal im Jahr ehrt die St. Wendeler Ortsgruppe der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IGBCE) ihre langjährigen Mitglieder. Als Ort für das Treffen, bei dem auch das vorweihnachtliche Beisammensein in der Gemeinschaft eine Rolle spielt, haben die Gewerkschafter seit einigen Jahren das Schützenhaus in St. Wendel/Alsfassen auserkoren. So auch in diesem Jahr

St. Wendel. Einmal im Jahr ehrt die St. Wendeler Ortsgruppe der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IGBCE) ihre langjährigen Mitglieder. Als Ort für das Treffen, bei dem auch das vorweihnachtliche Beisammensein in der Gemeinschaft eine Rolle spielt, haben die Gewerkschafter seit einigen Jahren das Schützenhaus in St. Wendel/Alsfassen auserkoren. So auch in diesem Jahr. Für die Ehrungen der Mitglieder, insgesamt zwölf Gewerkschafter wurden für bis zu 70 Jahren Gewerkschaftszugehörigkeit ausgezeichnet, war Thomas Kalbe zuständig. Der Gewerkschaftssekretär der IGBCE im Bereich Saarbrücken machte in seinem Lagebericht deutlich, dass die langfristig steigenden Energiepreise auf dem Weltmarkt die politischen Entscheidungsträger veranlassen sollten, den geplanten Ausstieg aus der Steinkohleförderung noch einmal zu überdenken. "Und wenn man jetzt sieht, was für Summen die Bundesregierung in die Hand nimmt, um die Wirtschaft zu stabilisieren, sind die Subventionen für den Bergbau ja noch relativ gering." Doch Kalbe will kein Geschenk für die Bergleute, vielmehr ginge es darum, "den Zugang zum wichtigsten heimischen Energieträger zu erhalten". Ganz abgesehen davon ginge es aber beim Ende des Bergbaus schlichtweg auch um Arbeitsplätze, denn noch immer würden sich rund 30000 Menschen in Deutschland im Bergbau ihr tägliches Brot verdienen. "Allein im Saarland sind es noch immer 4500", sagt Kalbe. Hinzu kämen die Zuliefer-Betriebe. "Insgesamt hängen bei uns im Land rund 10000 Arbeitsplätze vom Bergbau ab", stellt der Gewerkschaftssekretär fest. Für 25 Jahre Gewerkschaftszugehörigkeit wurden Franz-Josef Schadt, Holger Fleisch (beide St. Wendel), Sigrid Calhoun und Andreas Selle (beide Namborn) ausgezeichnet. Seit 40 Jahren sind Alfred Gossing und Jürgen Lipski (beide St. Wendel) in der Gewerkschaft, seit 50 Jahren Alois Loch (Namborn). Werner Russer, Josef Kunz (beide Namborn) und Hermann Merten (St. Wendel) wurden für 60 Jahre geehrt, für 70 Jahre Gewerkschaftsmitgliedschaft wurden Alois Finkler (Namborn) und Edmund Schmitt (St. Wendel) ausgezeichnet. tog