1. Saarland

Knatternde Motoren und schleifende Bänder

Knatternde Motoren und schleifende Bänder

Schwalbach. Stiftendrescher, Wann-, Mahl- oder Schrotmühlen, Dreschmaschinen und andere bäuerliche Arbeitsgeräte aus längst vergangenen Tagen zu sammeln, ist für Edgar Stuppi eine Leidenschaft

Schwalbach. Stiftendrescher, Wann-, Mahl- oder Schrotmühlen, Dreschmaschinen und andere bäuerliche Arbeitsgeräte aus längst vergangenen Tagen zu sammeln, ist für Edgar Stuppi eine Leidenschaft. Schließlich ist der Schwalbacher mit solchen Maschinen groß geworden, kaum einer weiß besser Bescheid über die Geräte mit ihren knatternden Motoren, schleifenden Bändern oder raschelnden Hexler als Stuppi. Sein bäuerliches Museum ist beeindruckend, was er der Bevölkerung nicht vorenthalten will. Mit Franz Winter initiiert der Schwalbacher deshalb jedes Jahr das Dreschmaschinenfest. Dieses Mal gibt es allerdings ein Novum: Die große Schau findet nicht mehr, wie bisher, in der Nachtweide statt, sondern auf der Reitanlage in Schwalbach. Sie liegt an der Straße im Taubenthal. Immer mehr Besucher"Es ist eine herrliche Anlage, die viel Platz bietet", schwärmt Stuppi. Und den braucht er, denn schließlich findet die historische Ausstellung von Jahr zu Jahr mehr Anhänger. "Mehr als 3000 Besucher kamen im vergangenen Jahr vorbei", sagt der Schwalbacher. Dabei hat alles einmal ganz klein begonnen. Vor 15 Jahren hatte Stuppi seine Gartenpforte geöffnet, um die Maschinen auszustellen. Später wanderten die historischen Maschinen einmal im Jahr auf das Gelände von Franz Winter. Der neue Standort soll einen besonderen Reiz ausüben, wie Stuppi findet. "Die Anlage gleicht einem Park", sagt er. Da hat nicht nur er die Möglichkeit, sich mit den Maschinen richtig auszubreiten, auch der Bauernmarkt, der das Dreschmaschinenfest abrundet, könne so wachsen. Spaß für die JüngstenZu sehen sind zudem noch viele Traktoren aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Außerdem können sich die kleinen Besucher richtig austoben. Für sie haben Stuppi und Winter mit dem Reitverein ein Ponyreiten organisiert. Treffpunkt zum großen Fest ist am kommenden Samstag und Sonntag, 23./24. August. Wenngleich der offizielle Startschuss am Samstag mit dem Fassanstich um 16 Uhr fällt, dürfen die Besucher bereits ab der Mittagszeit eine Reise in die Vergangenheit starten und es sich darüber hinaus in Schwalbach mit deftigen Mahlzeiten so richtig gut gehen lassen.