Knapp neun Prozent Beanstandungen bei Speiseeis-Kontrollen im Saarland

Qualitätscheck : Knapp neun Prozent Beanstandungen bei Kontrollen von Speiseeis

Bei 140 Proben von Speiseeis bei Herstellern im Saarland haben Lebensmittelkontrolleure 12 (rund 8,6 Prozent) beanstanden müssen.

Grund sei nach dem Ergebnis der mikrobiologischen Untersuchung eine zu hohe Keimbelastung, teilte das saarländische Verbraucherschutzministerium am Mittwoch in Saarbrücken mit. Die festgestellten Keime wiesen auf eine mangelnde Hygiene bei der Herstellung hin. Von einer Gefährdung für den Verbraucher sei nicht auszugehen: Krankmachende Keime wie Salmonellen oder Listerien seien in keiner Probe gefunden worden, hieß es.

„Wer bei diesen hochsommerlichen Temperaturen ein Eis schlecken möchte, der kann das in aller Regel bedenkenlos tun“, sagte Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) anlässlich der aktuellen Kontrollergebnisse. „Unser Speiseeis im Saarland ist von insgesamt guter Qualität.“ Es sei eines der am besten überwachten Lebensmittel, sagte er zu den regelmäßigen Kontrollen des Produkts.

„Unbefriedigend“ seien dagegen weiterhin die Ergebnisse der Überprüfungen von Schlagsahne in Eiscafés, sagte Jost. Von bisher 64 untersuchten Sahneproben wurden demnach 14 (21,9 Prozent) wegen eines zu hohen Keimgehalts beanstandet. Zwar habe sich die Quote im Vergleich zu früheren Jahren verbessert (2017: mehr als 50 Prozent). „Dennoch ist eine Quote von 20 Prozent noch viel zu hoch“, sagte der Minister. Die hohe Keimbelastung gehe meist auf eine ungenügende oder fehlerhafte Reinigung der Sahneautomaten zurück.

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