1. Saarland

Klosterruine wird herausgeputzt

Klosterruine wird herausgeputzt

Die Klosterruine auf dem Klosterberg ist das Wahrzeichen von Wörschweiler. Der Förderverein hat einiges in diesem Jahr vor. Er will das Gelände, die Ruine und auch das Klosterhaus für Besucher attraktiver machen. Zudem gibt es vier Veranstaltungen auf dem Klosterberg.

 Die Klosterruine präsentiert sich bereit für Besucher.
Die Klosterruine präsentiert sich bereit für Besucher.

Wer in diesen Tagen auf dem Klosterberg in Wörschweiler unterwegs ist, dem bleibt kaum verborgen, dass sich rund um die Klosterruine einiges getan hat und noch einiges tut. Bis zum 31. März wurde der Baum und Buschbestand gelichtet, der alte Kräutergarten freigelegt, niedriger Bewuchs entfernt. Wörschweilers Wahrzeichen präsentiert sich fein aufgeräumt. Wanderer haben nun die Chance, ganz neue Panorama-Blicke, so in Richtung Homburg, zu genießen. Und auch im Inneren des alten Klosterhauses tut sich einiges.

Hinter all diesen Entwicklungsarbeiten steht der Ende 2012 gegründete Förderverein der Stiftung Klosterruine Wörschweiler. Dessen Vorsitzender Frank Nesselberger hatte zusammen mit den beiden Vorstandsbeisitzern Reinhold Nesselberger, Wörschweilers Ortsvorsteher, und Raimund Konrad, dem ehrenamtlichen Kulturbeigeordneten der Stadt, sowie Pfarrer Thomas Holtmann als zweitem Vorsitzenden des Vereins, zu einem Pressegespräch eingeladen. Und in der Tat hatte Frank Nesselberger einiges zu berichten: "Im Moment wird gerade das Klosterhaus entkernt. Das Anwesen befindet sich in einem sehr schlechten Zustand." So gehe es um die Sanierung der Toiletten "und um eine adäquate Strom- und Wasserversorgung", verdeutlichte Nesselberger. Mit deutlich über 10 000 Euro an Materialkosten rechnen die Vereinsverantwortlichen derzeit.

Doch nicht nur das Haus, wichtiger "Stützpunkt" bei Veranstaltungen an der Klosterruine, steht derzeit im Fokus des Engagements des Vereins. So erläuterte Reinhold Nesselberger, dass es gelungen sei, einen Sponsor für die Nachbildung einer zweiten Grabplatte zu gewinnen. Sei derzeit schon die des Grafen von Homburg in Arbeit (wir berichteten), könne jetzt eine weitere, vielleicht die von Abt Conrad, in einem zweiten Schritt die unschönen Betonplatten auf den eigentliche Gräbern ersetzen.

All diese Arbeiten sollen dem Ziel dienen, die Klosterruine zu beleben und, so führte Raimund Konrad aus, das historische Bauwerk auch zu einer Bildungsstätte für Kindertagesstätten, Schulen, und Studenten zu machen.

Doch auch als Schauplatz von kulturellen und spirituellen Veranstaltungen soll sich die Klosterruine mit Hilfe des Fördervereins hoch über Wörschweiler einen Namen machen, allerdings mit Augenmaß und ohne inflationäre Ansätze. Der Vereinsvorsitzende Frank Nesselberger: "Wir wollen gezielt Angebote machen, die auch zum Charakter der Klosterruine passen." So sollen auch 2013 wieder vier unterschiedliche Veranstaltungen auf den Klosterberg locken. Den Auftakt mache, so Nesselberger, dabei am 13. Juni eine Kelten-Nacht mit der Gruppe Fenians als Teil der Reihe Kultur im Museum. "Am 22. August folgt dann die zweite Veranstaltung mit der Gruppe Blueshimmel." Das Weinfest am 3. Oktober und der Weihnachtsmarkt am 1. Dezember komplettieren das Veranstaltungsangebot fürs laufende Jahr.

Vom Tisch sei, und das verdeutlichte Raimund Konrad, die Idee, im alten Klosterhaus Fundstücke aus der Klosterruine auszustellen. "Dafür ist das Gebäude einfach zu abgelegen und zu einbruchsgefährdet." Stattdessen sei das Römermuseum Schwarzenacker dafür der geeignete Ort, "von da aus soll es ja auch Führungen zur Klosterruine geben. So ist es zumindest mal geplant."