Kleine Zeichnungen voll heiterer Lebendigkeit

Kleine Zeichnungen voll heiterer Lebendigkeit

Saarlouis. Seit Februar zeigt die vielseitige Künstlerin Brigitte Morsch in der Galerie Gartenreihe, V. Gartenreihe 14 in Saarlouis, eine Werkschau in vier Teilen, genannt "Facetten". Ab morgen, Samstag, 18. August, präsentiert sie im Anschluss an die Ausstellungen mit ihren Porträts und Holzschnitten den dritten Schwerpunkt ihrer Arbeit: die Grafik

Saarlouis. Seit Februar zeigt die vielseitige Künstlerin Brigitte Morsch in der Galerie Gartenreihe, V. Gartenreihe 14 in Saarlouis, eine Werkschau in vier Teilen, genannt "Facetten". Ab morgen, Samstag, 18. August, präsentiert sie im Anschluss an die Ausstellungen mit ihren Porträts und Holzschnitten den dritten Schwerpunkt ihrer Arbeit: die Grafik. Ausgestellt werden Originalzeichnungen und -collagen auf Papier und Holz, die auch käuflich zu erwerben sind.Morschs Stil ist expressionistisch geprägt und sehr impulsiv, ihre kleinen Zeichnungen stecken voller heiterer Lebendigkeit. Zeichnen ist für sie vor allem die "Aneignung von Wirklichkeit", sagt Morsch, "eine spezielle Art und Weise, sich mit den Dingen in Verbindung zu bringen". Früher malte sie circa 15 Jahre lang ausschließlich abstrakt, bis es sie nicht mehr ausfüllte und sie durch einen Zufall erneut zum eher gegenständlichen Zeichnen gelangte. Die meisten ihrer ausgestellten Arbeiten schuf sie in Sommerurlauben, wo sie sich gerne Motive aussuchte, "die besonders ins Auge stachen", um sie dann rasch zu skizzieren. Manche ihrer Zeichnungen collagierte sie, indem sie kleine Zeitungsfetzen hineinklebte. Morsch will damit "ein Stück Gegenwart ins Bild setzen", wie sie sagt, die Aktualität und Spontanität einer Tageszeitung unterstreicht die Aussagekraft ihrer Werke.

Auf einer ihrer Zeichnungen sieht man zum Beispiel eine Frau, die bis zur Hüfte im Wasser steht. Man kann sich ihre Bewegung und körperliche Gegenständlichkeit durch Morschs Stil gut vorstellen, auch wenn sie nicht sehr detailgetreu dargestellt ist. Für Morsch war es bei ihren Zeichnungen wichtig, "sich in derselben Zeit zu befinden" wie ihre Objekte, also eine Bewegung eines Menschen in einer ähnlich schnellen Geschwindigkeit einzufangen, wie die, in der dieser sie ausführt.

Die Ausstellung in der Galerie von Gabriele Peter-Lembach, welche Morsch aus der gemeinsamen künstlerischen Arbeit mit Patienten der Psychiatrie in Merzig kennt, kann vom 18. August bis zum 29. September samstags zwischen 14 und 18 Uhr besucht werden sowie nach telefonischer Vereinbarung. caal