Kleine Wünsche erfüllen

Kleine Wünsche erfüllen

St. Wendel. Eine Winterjacke, eine Barbie, ein ferngesteuertes Auto - das sind einige der Wünsche, die Kinder auf kleinen Zetteln notiert haben. 127 dieser Zettel hängen seit gestern an einem Weihnachtsbaum in der St. Wendeler Domgalerie. Aber das sind längst noch nicht alle

St. Wendel. Eine Winterjacke, eine Barbie, ein ferngesteuertes Auto - das sind einige der Wünsche, die Kinder auf kleinen Zetteln notiert haben. 127 dieser Zettel hängen seit gestern an einem Weihnachtsbaum in der St. Wendeler Domgalerie. Aber das sind längst noch nicht alle. Weitere Zettel werden in den kommenden Tagen hinzukommen und am Wunschbaum darauf warten, dass sie abgepflückt werden.Bereits zum vierten Mal führt der Caritasverband Schaumberg-Blies in Kooperation mit der Domgalerie die Spendenaktion "Mein Weihnachtswunsch" durch. Bis zum 22. Dezember können Menschen, die einem bedürftigen Kind aus dem Kreis seinen Weihnachtswunsch erfüllen möchten, diesen vom Baum nehmen und das entsprechende Geschenk kaufen. Dieses wird dann beim Caritasverband oder im Geschäft History abgegeben. "Die Päckchen werden jedes Jahr schöner und mit viel Liebe verpackt", erzählt Center-Managerin Heidi Schmidt. Sie erlebt auch immer wieder sehr junge Spender: "Kinder, die mit ihren Müttern einen Wunschzettel abpflücken oder Teenager, die einem Kind etwas schenken möchten."

Der Wunschbaum macht deutlich, was Caritas-Mitarbeiter Winfried Maurer in seiner Beratungsarbeit immer wieder erlebt: Es gibt auch im Kreis St. Wendel Kinder, für die es nicht selbstverständlich ist, an Weihnachten beschenkt zu werden. Sollten bis kurz vor Heiligabend noch Zettel am Wunschbaum hängen, so werden diese Kinder nicht leer ausgehen. "Im vergangenen Jahr haben wir 30 bis 40 Wünsche mit Hilfe von Spenden speziell für diese Aktion realisieren können", erzählt Maurer. Bis zu 30 Euro pro Geschenk ist der finanzielle Rahmen, den die Caritas gesteckt hat. "Es kann aber auch ein Geschenk für zehn Euro sein", betont Maurer. Denn in erster Linie gehe es darum, den Kindern eine Freude zu bereiten. "Ich erinnere mich noch daran, wie sich im ersten Jahr der Aktion ein 16-jähriger Junge einen Gürtel gewünscht hat", schildert Schmidt. "Das hat mich berührt." Und so geht es wohl vielen Menschen, die die Wünsche der Kinder lesen. Denn die Resonanz auf die Aktion wird jedes Jahr größer.

Dieses Mal hängen am Wunschbaum auch Kärtchen für die Übernahme einer Patenschaft. "Eine Idee, die von Außen an uns herangetragen wurde von Leuten, die dauerhaft helfen wollen", sagt Maurer. Für ein Jahr übernimmt der Pate beispielsweise für das Kind die Mitgliedschaft im Verein oder bezahlt die Reitstunden. Diese Patenschaft kann anonym oder aktiv gestaltet werden. Denn auch geschenkte Zeit und Ausflüge sind ein Gewinn für die bedürftigen Kinder.

Am 22. Dezember, 15 Uhr, ist dann bei einer Feierstunde Bescherung in der Domgalerie.