1. Saarland

Kleine Gäste aus WeißrusslandGroße Sprünge sind erlaubt

Kleine Gäste aus WeißrusslandGroße Sprünge sind erlaubt

St. Ingbert/St. Wendel. "Das war der schönste Tag im Leben", so das zehnjährige Gastkind Nikita Linnik aus dem kleinen Dorf Puchowitschi aus Weißrussland nach der Ferienveranstaltung in der Töpferei von Andrea und Georg Krüger in Bannstein zu seinem Ferienfreund Leonid

St. Ingbert/St. Wendel. "Das war der schönste Tag im Leben", so das zehnjährige Gastkind Nikita Linnik aus dem kleinen Dorf Puchowitschi aus Weißrussland nach der Ferienveranstaltung in der Töpferei von Andrea und Georg Krüger in Bannstein zu seinem Ferienfreund Leonid. Auch in diesem Sommer organisierte die Saarländische Kinderhilfe wieder eine dreiwöchige Kindererholung für weißrussische Kinder, die aus den von der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl verstrahlten Gebieten kamen.Noch heute, über 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl, leiden die Menschen in den betroffenen Gebieten an den unsichtbaren Gefahren der verstrahlten Erde. "Betroffene dieser Umweltkatastrophe sind insbesondere die Kinder, deren Immunsystem geschwächt ist und die unserer besonderen Hilfe bedürfen" so Peter Chodorski, Vorsitzender der Saarländischen Kinderhilfe - Leben nach Tschernobyl.

Bereits seit 1994 kommen weißrussische Kinder aus den verstrahlten Gebieten zur Sommererholung ins Saarland. Auch in diesem Sommer durften 18 weißrussische Kinder und zwei Betreuerinnen aus dem Gomelgebiet in Weißrussland bei zwölf Gastfamilien im Saarland ihre Ferien verbringen.

Für Abwechslung im Ferienalltag sorgt ein von der Saarländischen Kinderhilfe organisiertes Ferienprogramm, bei dem sich die weißrussischen Kinder mit ihren Gasteltern und deren Kinder zweimal in der Woche zu gemeinsamen Veranstaltungen und Spielen treffen.

So stand auch in diesem Jahr wieder die Besichtigung des Flughafens Saarbrücken auf dem Programm, der den Kindern einen interessanten Einblick in den Flugalltag des Saarbrücker Flughafens gewährte.

Bei einem Nachmittag auf dem Reitgelände des Reitstalls Körner in Kirkel-Altstadt wurden die Kinder vom Jugendteam des Pferdesportverbandes Saar wieder liebevoll betreut und durften unter fachlicher Anleitung und Aufsicht auf dem Rücken der Pferde ihre Runden drehen.

Ein weiterer abwechslungsreicher Programmpunkt der Sommererholung war die Einladung der Familie Herresthal-Niederländer auf ihren Reiterhof, die selbst zwei weißrussische Kinder zur Erholung bei sich aufgenommen hatte. Dort durften die Kinder mit Farben und Stoffen basteln und werken. Ein besonderes Erlebnis für die Kinder war der Auftritt des Zauberers Tommy Leidinger, der sein jugendliches Publikum mit seinen Zauberkunststücken in die Welt der Magie entführte.

Bevor das bereits traditionelle Abschlussfest mit einem Spielnachmittag und einem Lagerfeuer mit gemeinsamem Musizieren das Ferienprogramm abrundete, konnten die Kinder noch einen erlebnisreichen Nachmittag mit Karussellfahren auf dem Webenheimer Bauernfest verbringen.

"Wer bei den gemeinsamen Veranstaltungen in die leuchtenden Augen der Kinder blickt, der empfindet unmittelbar, wie wohl sich diese Kinder bei uns fühlten", so das Resümee von Herbert Keilbach von der Saarländischen Kinderhilfe.

Und Peter Chodorski fügt hinzu: "Ohne die zahlreiche Hilfe und Unterstützung unserer Sponsoren und Gönner könnten wir das vielfältige Ferienprogramm nicht durchführen. Unser besonderer Dank und unsere Anerkennung gilt den Gastfamilien, die die weißrussischen Kinder drei Wochen lang liebevoll umsorgten.''

Als Leonid von der Betreuerin Larissa Tschetschko am Ende des Ferienaufenthalts gefragt wurde, ob er sich auf zu Hause freuen würde, sagte er ganz diplomatisch: "Tschut, tschut", was auf Deutsch soviel wie "ein klein wenig" bedeutet. Die weißrussischen Kinder sind nach einer 28-stündigen Busfahrt wieder wohlbehalten zu Hause bei ihren Familien angekommen.

Eines steht bereits jetzt schon fest, so Peter Chodorski, auch im nächsten Jahr will die Saarländische Kinderhilfe wieder Kinder aus Weißrussland zum Erholungsaufenthalt ins Saarland eingeladen. red

Bosen. Wie bereits in den vergangenen vier Jahren besuchte der Verein "Die Kinder von Tschernobyl" auch in diesem Jahr das Tramposaarium am Bostalsee.

Im Rahmen der Kindererholung vom 21. Juli bis zum 13. August hatte der Verein eine abwechslungsreiche Ferienfreizeit organisiert und machte unter anderem im Landkreis St. Wendel auf dem Tramposaarium, der größten Trampolinanlage im südwestdeutschen Raum, Station.

Mehr als 30 Jungen und Mädchen konnten sich nach Herzenslust austoben. Die Trampolinanlage wurde wie in den Vorjahren kostenlos zur Verfügung gestellt.

Im Monat September steht die Trampolinanlage für Gruppen und Vereine zu deutlich ermäßigten Konditionen zur Verfügung: Gruppen können bereits für 50 Euro pro Stunde die gesamte Trampolinanlage mit ihren zehn Feldern mieten. Auf Wunsch kann bei Gruppenanmeldungen sogar Musik dazu aufgelegt werden. red

tramposaarium.de