1. Saarland

Klanggenuss und Augenschmaus

Klanggenuss und Augenschmaus

Musik von Tschaikowsky und Bizet stand auf dem Programm des jüngsten Konzertes von Divertimento Celestiale. Die gute Leistung der Musiker ergänzte Moderator Albrecht Bähr mit guter Laune und vielen Infos.

Als Divertimento Celestiale verzauberten Ute Bähr, Sabine Jung, Petra Jung, Sandra Nisius und Hans-Jürgen Geiger am vergangenen Sonntag mit der Soiree "Zuckerfee und Cuba Libre" zahlreiche Gäste in der Limbacher Elisabeth-Kirche. Doch den Abend auf den musikalischen Hochgenuss zu reduzieren, würde dem Anlass nicht vollständig gerecht. Denn: In gewohnt launiger Manier führte Albrecht Bähr, der Ehemann von Ute Bähr und vielen bekannt als Landesdiakoniepfarrer, durch den gelungenen Abend. Während eben der musikalisch geprägt war von einem spannenden Bogenschlag, ausgehend von Joseph Haydns Divertimento in B-Dur über Tschaikowskys Ballett "Der Nussknacker" bis hin zu Bizets Carmen, lieferte Bähr viele Geschichten zu den Werken. "Vielfältiges erwartet Sie", so Bähr in Richtung der gebannten Zuhörer. "Krieg und Frieden im Weihnachtszimmer, Social Communities, die sich in Kuba zusammenfanden, um ihre musikalische Kultur zu pflegen, oder auch Leidenschaftliches und Hintertriebenes aus Spanien." Mit diesen und anderen verbalen Appetithäppchen machte Bähr Lust auf das Quintett. Das seinerseits lieferte mundgerecht, oder besser, ohrenfüllend.

Mehr als eine Ergänzung im einstündigen Programm waren, neben der Musik von Divertimento Celestiale und den Moderationen von Albrecht Bähr, die Illustrationen von Sabine Jung. Diese sorgten, per Beamer an eine Wand neben dem Altarraum geworfen, für Augenschmaus. Gerade zu Tschaikowskys "Nussknacker" schenkte Jung mit liebevoll animierten Illustrationen der von Bähr angekündigte Geschichte von "Krieg und Frieden im Weihnachtszimmer" eine weitere Dimension. Und genau Tschaikowskys "Nussknacker" lieferte Albrecht Bähr viel Stoff für Hintergründiges. So sei das Ballett, das heute aus der Weihnachtszeit gar nicht mehr wegzudenken sei, bei seiner Uraufführung 1892 in St. Petersburg ein nur geringer Erfolg gewesen. Warum sich dies mit den Jahrzehnten geändert hat - das bewiesen Divertimento Celestiale gewohnt gekonnt.