1. Saarland

Kirschhofer schwenken für Saarbahn-Arbeiter

Kirschhofer schwenken für Saarbahn-Arbeiter

Kirschhof. 20 bis 25 Mitarbeiter der Firma Depenbrock arbeiten daran, die alte Bahntrasse zwischen Heusweiler und Eiweiler für die Ansprüche der Saarbahn umzubauen, und sie wohnen wochentags in der "Taubenhumes" am Rande des Dorfes Kirschhof

Kirschhof. 20 bis 25 Mitarbeiter der Firma Depenbrock arbeiten daran, die alte Bahntrasse zwischen Heusweiler und Eiweiler für die Ansprüche der Saarbahn umzubauen, und sie wohnen wochentags in der "Taubenhumes" am Rande des Dorfes Kirschhof . Die Saarbrücker Zeitung berichtete vom Alltag der Männer, die überwiegend aus Nord- und Ostdeutschland kommen und die im Saarland "auf Montage" arbeiten.Es bleibt nicht aus, dass sich die Kirschhofer Bürger und die Depenbrock-Leute öfter über den Weg laufen. Doch mehr als nur ein paar kurze Grußworte wurden bisher nicht gewechselt. "Das muss sich ändern", beschloss der Vorstand der Kirschhofer Dorfgemeinschaft. Der Vorsitzende des Vereins, Joachim Kien, berichtet: "Da wir uns die Pflege des Gemeinschaftsgedankens auf die Fahnen schreiben, war es fast schon eine Selbstverständlichkeit, unsere Nachbarn aus der Bausiedlung zu einem zünftigen Grillfest mit Schwenkbraten und Bier einzuladen."

Die Einladung kam wie gerufen, erzählt Depenbrock-Bauleiter Ulf Köppe: "Wir haben unseren wöchentlichen Pizza-Tag gerne ausfallen lassen, um zur Abwechslung einmal frisch gegrillte Steaks und Würstchen nach Kirschhofer Art zu genießen. Der Kontakt zu den Anliegern unserer Baustellen ist schließlich nicht alltäglich." Henry Meier aus Magdeburg freute sich: "Ich bin kein großer Freund von Pizza, da ist das Grillfest eine willkommene Abwechslung."

Und Polier Andreas Kiehnle sagt: "Wir freuen uns besonders über die Einladung, da wir oft nur als Störenfriede betrachtet werden. Die Idee der Dorfgemeinschaft ist toll."

Die Saarbahn-Mitarbeiter Daniel Bürtel und Bernd Gündel waren angesichts der Klagen von Baustellen-Anliegern über die Initiative der Kirschhofer besonders erfreut: "Ich bin überrascht, dass uns eine Dorfgemeinschaft die Gelegenheit zum Gespräch bietet", sagt Bürtel und fügt an, dass sein Unternehmen sich über das gute Verhältnis von Baufirmen zu den Anliegern freue: "Solche Kontakte machen uns die Arbeit leichter." aki