Kirchberg soll zu einer grünen Insel werden

Kirchberg soll zu einer grünen Insel werden

Saarbrücken. Die Sorge des Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokraten im Bezirksrat Mitte war unbegründet. Herbert Meyer hatte von Gerüchten gehört, nach denen das Kirchberg-Gelände eingezäunt werden soll. Deshalb hatte er zur jüngsten Sitzung des Rates einen Sachstandsbericht der Verwaltung zu diesem Thema angefordert

Saarbrücken. Die Sorge des Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokraten im Bezirksrat Mitte war unbegründet. Herbert Meyer hatte von Gerüchten gehört, nach denen das Kirchberg-Gelände eingezäunt werden soll. Deshalb hatte er zur jüngsten Sitzung des Rates einen Sachstandsbericht der Verwaltung zu diesem Thema angefordert. Das hätte er sich allerdings sparen können, denn Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hatte im Laufe der Woche bereits die Pläne der Verwaltung zum Kirchberg-Gelände vorgestellt (wir berichteten).Das bei den Malstattern als Treffpunkt und zum Beispiel im September als Festplatz beliebte Gelände zwischen Kirchberg und Wallenbaumschule soll zur grünen Insel werden, ein 1,6 Hektar großer Freiraum mitten im hoch verdichteten und stadtnahen Stadtquartier "Unteres Malstatt". Die Verwaltung nennt aber auch Probleme: Hoher Nutzungsdruck geht mit großer Verschmutzung einher. Außerdem sind die Grundstücks-Eigentumsverhältnisse kompliziert. Einige Grundstücke gehören der Stadt, andere den Schulen, weitere den Kirchen. Das Fazit der Verwaltung: "Derzeit wird die grüne Insel suboptimal genutzt." "Wir wollen im Rahmen des Projektes 'Grüne Insel Kirchberg' in Kooperation mit den Institutionen und Menschen vor Ort ein Gesamtkonzept für das Areal entwickeln", sagt Oberbürgermeisterin Britz. Sowohl die Bürger als auch die Schulen, Kirchen sowie die beiden Gemeinwesenprojekte Zukunftsarbeit Molschd und Stadtteilbüro Malstatt sollen wie das Integrationsbüro der Stadt in diesem Prozess eine Rolle spielen. "Es geht uns darum, den Menschen einen ansprechenden Platz zu bieten, an dem sie sich gerne aufhalten", stellt Britz heraus. Zudem gilt es, den Kindern und Jugendlichen vor Ort ansprechende Angebote zu bieten.Meyer nahm diese Neuigkeiten zusammen mit seinen Genossen freudig entgegen. al

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