Kino Achteinhalb zeigt Film über den „Roten Robin Hood“

Max Hoelz : Neujahrsempfang mit Film über den „Roten Robin Hood“

Anlässlich ihres traditionellen Neujahrsempfangs zeigt die Rosa Luxemburg Stiftung/Peter Imandt Gesellschaft am Montag, 7. Januar, den Dokumentarfilm „Max Hoelz“, den „Roten Robin Hood“ aus Sachsen.

Der Defa-Film läuft im Saarbrücker Kino Achteinhalb.

Wie viele andere habe sich Max Hoelz unter den Eindrücken des Schreckens des Ersten Weltkriegs im November 1918 der Revolution angeschlossen, berichtete Patric Bies von der Imandt-Gesellschaft. Als Chef des „Arbeitslosenrates“ legte sich Hoelz demnach im vogtländischen Falkenstein mit dem Bürgermeister an, ließ im Wald eines Adligen Brennholz schlagen und Lebensmittel an Bedürftige verteilen. Er befreite Gefangene, verbrannte Gerichtsakten und zündete Villen von Reichen an. Während des Kapp-Putschs 1920 war er Anführer einer roten Miliz.  Nach einer abenteuerlichen Flucht wurde Hoelz verhaftet und zu lebenslänglich verurteilt. Daraufhin setzten sich mehr als 150 Persönlichkeiten der Weimarer Republik für ihn ein.

Beginn  ist um 19 Uhr im Kino Achteinhalb. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss interviewt Jürgen Albers den Schriftsteller Norbert Marohn, der eine Biografie über Hoelz herausgegeben hat.

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