1. Saarland

Kinder- und Altersarmut

Kinder- und Altersarmut

Riegelsberg. Die AG 60 Plus (Seniorenorganisation der SPD) und die Jusos aus Riegelsberg hatten zur Gesprächsrunde zum Thema Kinder- und Altersarmut eingeladen, bei der es, so die Presseerklärung der AG 60 Plus, zu einer lebhaften Diskussion gekommen sei

Riegelsberg. Die AG 60 Plus (Seniorenorganisation der SPD) und die Jusos aus Riegelsberg hatten zur Gesprächsrunde zum Thema Kinder- und Altersarmut eingeladen, bei der es, so die Presseerklärung der AG 60 Plus, zu einer lebhaften Diskussion gekommen sei. Studien belegten: In Deutschland, einem wohlhabenden Industrieland, gebe es 2,5 Millionen Kinder die "in Armut" leben würden. Diese gingen oft ohne Frühstück zur Schule, hätten kein Geld fürs Schulessen und fühlten sich ausgegrenzt. Oft sei der Weg zu schlechten Schulleistungen, fehlender Ausbildung und Arbeitslosigkeit vorgezeichnet. In der Diskussion wünschte man sich unter anderem flächendeckend Ganztagsschulen mit Hausaufgabenüberwachung, kostenloses Schulessen, kostenlose Schulbücher und höhere Investitionen ins Bildungswesen. Nur so komme man zur Chancengleichheit der Kinder. Katharina Engelke, Juso-Vorsitzende in Riegelsberg: "Ohne Bildung hat man keine Chance auf dem Arbeitsmarkt." Junge Leute würden den Kinderwunsch oft zurückstellen, wenn sie keine sichere Arbeit haben. Eine Altersvorsorge könnten sie sich oft nicht leisten. Desweiteren hieß es, drei Millionen Rentner in Deutschland seien von Armut bedroht, hier hauptsächlich Frauen. Viele Witwen müssten mit 500 Euro monatlich auskommen. Renten-nachteile gebe es auch für die, die mit 50 die Arbeit verlieren und keinen neuen Job mehr finden oder mit 63 in "Zwangsrente" geschickt würden, denn vorzeitige Rente und die Fehlzeiten (arbeitslos) bringen Abschläge in der Rente. In 15 bis 20 Jahren würden 20 Prozent der Bevölkerung "arm" sein. Es könne auch nicht sein, dass Arbeitnehmer mit mittlerem oder geringerem Einkommen das Rentensystem finanzierten. red/hof