Kinder entdecken beim Fischen die heimische Natur

Kinder entdecken beim Fischen die heimische Natur

Wiebelskirchen. "Ich habe heute schon zwei Fische gefangen", berichtet Pascal stolz. Dabei angelt der 9-Jährige heute zum ersten Mal. Möglich macht das die Interessengemeinschaft Blies, die seit vier Jahren Grundschulen zu einem Aktionstag einlädt, um sie für die heimische Flusslandschaft zu begeistern

Wiebelskirchen. "Ich habe heute schon zwei Fische gefangen", berichtet Pascal stolz. Dabei angelt der 9-Jährige heute zum ersten Mal. Möglich macht das die Interessengemeinschaft Blies, die seit vier Jahren Grundschulen zu einem Aktionstag einlädt, um sie für die heimische Flusslandschaft zu begeistern. Dieses Jahr dürfen die Schüler der Schillerschule am Fischweiher Wiebelskirchen ihr Glück beim Angeln und Zielwerfen probieren.Cosimo, Sarah, Katharina und Can aus der zweiten Klasse sind von der Aktion begeistert. Cosimo kennt sich sogar schon mit dem Angeln aus: "Ich habe letztes Jahr mit Papa mal zehn Fische an einem Tag geangelt", berichtet er stolz. Jetzt steht die kleine Gruppe um das Rotauge, das sie gerade aus dem Weiher gezogen haben.

"Für viele Kinder ist es eine neue Erfahrung, einen Fisch auch mal anzufassen", erklärt Angler Klaus Schmelzer, der die Kleinen fachmännisch anleitet. Derweil macht sich Cosimo an einer Mischung aus Brotmehl und Biscuitkrumen zu schaffen, die dezent nach Vanille riecht. "Iss' das besser nicht. Damit locken wir die Fische an", mahnt ihn Schmelzer. "Kuchen könnte man aber notfalls auch damit backen", scherzt der Angler. An einer anderen Station zeigt Biologin Claudia Klos-Engels einer Kindergruppe heimische Flusskrebse. Die Kleinen dürfen auch anfassen - wenn sie sich trauen. Einem Mädchen ist das nicht geheuer: "Sind die giftig?" fragt es besorgt. Eine Wissenslücke, für die sich die Kleine nicht schämen braucht: "Wir stellen immer wieder fest, dass die heimische Natur für die Kinder etwas ganz Neues ist", erklärt Klaus Buss, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Blies. Im Vordergrund der Aktion stehe deswegen, den Kindern erst einmal zu zeigen, dass es die Blies mit ihrer bunten Fauna und Flora überhaupt gebe, sagt Buss.

Keine Rolle an diesem Tag spiele dagegen die Werbung für die Anglervereine, betont Buss. "Wir sind in der Jugendarbeit auch so gut aufgestellt." Damit sei auch sichergestellt, dass das Anliegen der Interessengemeinschaft weitergetragen werde. Denn an oberster Stelle stehe die Erhaltung der Wasserqualität der Blies, so Buss. Dazu brauche es viele Freiwillige, die regelmäßig Wassertests und Messungen durchführen. Schließlich habe die Blies einen hohen Erholungswert und sei auch für den Tourismus ein wichtiger Faktor. lmi

Wir stellen fest, dass die Natur für die Kinder etwas Neues ist."

Klaus Buss,

Vorsitzender