Keltenfreunde zeigen längst vergangene Lebensweise

Keltenfreunde zeigen längst vergangene Lebensweise

St. Wendel. Nein, "Kulani" ist kein neuer Möbeldesigner und auch kein aktuelles Modelabel - "Kulani" steht als Kunstwort für Kultur-Landschafts-Initiative St. Wendeler Land. Und diese Initiative ist nicht neu, sondern bereits seit 15 Jahren unterwegs, um das kulturelle Erbe mit der Nutzung der Ressourcen im St

St. Wendel. Nein, "Kulani" ist kein neuer Möbeldesigner und auch kein aktuelles Modelabel - "Kulani" steht als Kunstwort für Kultur-Landschafts-Initiative St. Wendeler Land. Und diese Initiative ist nicht neu, sondern bereits seit 15 Jahren unterwegs, um das kulturelle Erbe mit der Nutzung der Ressourcen im St. Wendeler Land zu verbinden, wie Vorsitzender Werner Feldkamp am vergangenen Sonntag erklärte. Denn an diesem Tag fiel auf dem Wendelinushof der Startschuss zu einer neuen Veranstaltungsreihe, die diese Grundidee des Vereins zur örtlichen Bevölkerung transportieren will. Unter Mitwirkung des Freundeskreises Keltischer Ringwall Otzenhausen feierte der Kulani-Sommer 2010 bei Sonnenschein im Innenhof des Wendelinushof seine überaus gelungene Premiere. Statt eines kleinen angeforderten Kreises, wie Feldkamp erzählte, hatten sich die Aktiven des Freundeskreises allesamt auf den Weg gemacht, um ein Stück längst vergessene Lebensweise nach St. Wendel zu bringen. Auf EntdeckungsreiseKein Schauspiel, kein wildes Treiben, sondern ein großes Lager, das einen gelungenen Einblick in das Leben der Kelten vor Christi Geburt geben sollte, lud die Besucher ein, auf eine ganz besondere Entdeckungsreise in die Zeit vor gut 2000 Jahren zu gehen. "Wir haben den Anspruch, so authentisch wie möglich das wiederzugeben, was uns die Funde sagen", erklärte Michael Koch, Vorsitzender der Keltenfreunde und zugleich Archäologe. Historisch korrekt und nach Fundlage präsentierten die acht Arbeitskreise das Leben der Kelten. Angefangen vom Textilhandwerk über Keramik, Holz bis hin zum Kriegswesen und den Reitervorführungen hatten die Akteure des Vereins ein unterhaltsames und zugleich informatives Programm zusammengestellt. "Sogar ein deftiger Keltentopf wurde nachgekocht und die Besucher sagen alle, wie gut er schmeckt", freute sich Feldkamp. Überhaupt war er sehr froh darüber, dass die Premiere bei den Besuchern auf reges Interesse stieß. Aber auch, dass es nicht die großen Massen waren, die kamen, sondern an der Geschichte interessierte Menschen. "Genau das wollen wir. Die Besucher mit den Akteuren ins Gespräch bringen, damit ein Austausch passiert und die Besucher auch wirklich etwas mitnehmen können", sagte der Vorsitzende der Kulani. Sich auf die eigenen Ressourcen stützen und mit dem kulturellen Erbe identifizieren, das soll die Bevölkerung lernen, davon lebt laut Feldkamp das Kulani-Prinzip. Und er freut sich schon auf die kommenden Sonntage, die ebenso zum Wendelinushof einladen, um sich an den lokalen Besonderheiten zu erfreuen. cim

Auf einen BlickAm kommenden Sonntag, 20. Juni steht der Raps im Mittelpunkt des Interesses beim Kulani-Sommer. Dann stellen auf dem Wendelinushof ganztägig die St. Wendeler Ölsaaten ihre Produkte vor, zudem gibt es Rapsöle zu kosten und Naturfloristik mit Raps zu bewundern. cim