Keine gute Woche für Standort Merzig

Keine gute Woche für Standort Merzig

Das war keine gute Woche für den Wirtschafts-Standort Merzig: Bei Drahtcord in Merzig bangen auch die letzten noch rund 100 verbliebenen Mitarbeiter um ihre Jobs, wie Anfang der Woche bekannt wurde. Denn: Der Konzern, zu dem das Merziger Drahtwerk gehört, baut gerade in Rumänien eine Produktionsstätte auf, in der exakt das gleiche Produkt hergestellt wie hier an der Saar

Das war keine gute Woche für den Wirtschafts-Standort Merzig: Bei Drahtcord in Merzig bangen auch die letzten noch rund 100 verbliebenen Mitarbeiter um ihre Jobs, wie Anfang der Woche bekannt wurde. Denn: Der Konzern, zu dem das Merziger Drahtwerk gehört, baut gerade in Rumänien eine Produktionsstätte auf, in der exakt das gleiche Produkt hergestellt wie hier an der Saar. Da liegt die von Arbeitnehmerseite gehegte Befürchtung nahe, dass eines Tages auch die Produktion von vermessingtem Draht ins Ausland verlagert wird - das wäre das traurige Ende eines einst stolzen Werkes, das in seinen Spitzenzeiten gut 1000 Beschäftigte hatte. Doch Drahtcord Merzig geriet nach und nach zwischen die Mühlräder einer global operierenden Industrie, für die das wichtigste Argument überhaupt die Kosten sind. Und die erscheinen manchem Konzernlenker dann in Deutschland als zu hoch, selbst wenn sie dafür auch Spitzenqualität bekommen.Mitte der Woche dann platzte eine weitere Bombe: Die Merziger Druckerei hat Insolvenz angemeldet, begibt sich unter einen vorsorglichen rechtlichen Schutzschirm. Auch hier erscheint ungewiss, was von diesem Traditionsunternehmen am Ende noch übrig bleiben wird. In beiden Fällen gilt es, für die betroffenen Arbeitnehmer ganz fest die Daumen zu drücken.

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