Keine Fenster, kein Innenausbau

Keine Fenster, kein Innenausbau

St. Wendel. Jetzt haben die Folgen des Kojunkturprogrammes auch die Stadt St. Wendel erreicht. Seit zwei Monaten geht der Um- und Erweiterungsbau des Hauses Colbus in der Innenstadt nur noch langsam oder gar nicht mehr voran. "Wir warten seit Monaten auf die Fenster", antwortet Bürgermeister Klaus Bouillon auf die Frage, warum die Baumaßnahme stocke

St. Wendel. Jetzt haben die Folgen des Kojunkturprogrammes auch die Stadt St. Wendel erreicht. Seit zwei Monaten geht der Um- und Erweiterungsbau des Hauses Colbus in der Innenstadt nur noch langsam oder gar nicht mehr voran. "Wir warten seit Monaten auf die Fenster", antwortet Bürgermeister Klaus Bouillon auf die Frage, warum die Baumaßnahme stocke. Der Stadt sei nicht das Geld ausgegangen, wie bereits allenthalben gemunkelt werde, erklärt der Verwaltungschef. Die gesamte Maßnahme, einschließlich des Gebäudes Schaadt, das die Stadt ebenfalls saniert und umbaut, werde ohne Grunderwerb insgesamt 9,4 Millionen Euro kosten. Bis Ende des Monates werden davon rund drei Millionen Euro bereits ausgegeben sein.Dafür, dass das Konjunkturprogramm schuld an der Verzögerung sei, hat Bouillon eine "schlüssige Antwort": "Viele Firmen im Baubereich sind gut ausgelastet und einige, darunter unser Fensterlieferant, kommen mit der Abwicklung ihrer Aufträge nicht nach, Liefertermine werden nicht eingehalten."

Dass die Nachfrage im Baubereich groß sei, habe sich schon bei der Ausschreibung gezeigt. Um den Auftrag für die historischen Fenster für den Altbaubereich des Gebäudes hätte sich nur ein einziges Unternehmen beworben und auch den Zuschlag erhalten.

Nur zwei Firmen hatten Interesse an dem Auftrag für die Fenster im Neubau gezeigt. Eines der beiden Angebote sei so hoch gewesen, dass man den Eindruck gewinnen musste, das Interesse an einem Auftrag sei nicht sonderlich groß.

Nach historischen Vorbild werden die Fenster der Front gestaltet.

Alle Interventionen bei der Fensterfirma, doch endlich zu liefern, seien bislang im Sande verlaufen, berichtet der Bürgermeister. Deshalb habe die Verwaltung eine Konventionalstrafe verhängt. Sie beläuft sich auf fünf Prozent der Auftragssumme von 400 000 Euro. Aber der Verlust von 20 000 Euro habe dem Unternehmen bislang keine Beine gemacht. Trotz des ärgerlichen Zeitverlustes glaubt der Bürgermeister, dass der Zeitrahmen eingehalten werden kann. Beim Kostenrahmen sei das bislang absolut gelungen.

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