1. Saarland

Kein Ansturm auf die Eier-Nester

Kein Ansturm auf die Eier-Nester

Wiebelskirchen. Eine Woche nach der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Gewerbevereins Wiebelskirchen hatte der Wettergott noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für den Verein als Veranstalter des Wiebelskircher Ostermarktes parat

Wiebelskirchen. Eine Woche nach der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Gewerbevereins Wiebelskirchen hatte der Wettergott noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für den Verein als Veranstalter des Wiebelskircher Ostermarktes parat. Davon profitierten nicht nur die Mitglieder und Verantwortlichen des Vereins, sondern auch die vielen Besucher, die am Palmsonntag zum Ostermarkt ins Ortszentrum gekommen waren. Die hatten an den verschiedenen Ständen auf dem Wibiloplatz nicht nur Gelegenheit, etwas für das leibliche Wohlergehen zu tun, sondern - dem Sinn des Basars entsprechend - auch österliche und mit dem Frühlings verbundene Produkte zu erwerben.Ein Privatstand bot österliche Bastelarbeiten zugunsten der Elterninitiative krebskranker Kinder an, am Stand des Jugendrotkreuzes konnte man den Sonntagskaffee zu sich nehmen, mit Bienenhonig oder Wachskerzen konnte man sich bei Hobby-Imker Thomas Molter eindecken und dabei zugleich einem Bienenvolk bei der Produktion zusehen. Beim TuS Wiebelskirchen konnten sich die Besucher unter anderem an einem Glücksrad spielerisch betätigen, eine Massage-, Kosmetik- und Physiotherapiepraxis empfahl Gesundheitsprodukte unterschiedlicher Art, Weißwein und Crêpes bot der Chor der Dreifaltigkeitskirche an und ein örtlicher Fachbetrieb informierte über Rasenmäher, Vertikutierer oder Fahrräder.

Nur wenig Resonanz fand am frühen Nachmittag das Ostereiersuchen in der Parkanlage Freibach, wo der Gewerbeverein für die kleinen Besucher 500 Ostereier versteckt hatte. "Aber es waren allerhöchstens 30 Kinder da", bedauerte Gewerbevereinsvorsitzender Kurt Rein. Enttäuscht waren die Verantwortlichen auch über den Zuspruch beim Traktorziehen, das in den letzten Jahren stets zu den Höhepunkten des Ostermarktes gehört hatte. Aber diesmal wollten gerade mal vier Mannschaften an dem Wettbewerb teilnehmen, "und so schlecht waren wir noch nie besetzt", erklärte Kurt Rein. Das "Gropp-Racing-Team" als Seriensieger gewann das Traktorziehen zum siebten Mal hintereinander vor dem Quartett der TuS-Handballer, dem Team des Gewerbevereins und den Kinballspielern des TuS.

Eltern, die mit ihren Kindern zum angekündigten Ponyreiten gekommen waren, wurden enttäuscht, denn die lebenden Tiere, die zum Ostermarkt gehören sollten, fehlten gänzlich. "Der Stall, der mit verschiedenen Tieren teilnehmen wollte, hat gestern Abend kurzfristig abgesagt", ärgerte sich der Vorsitzende, "und darunter hat das Ganze etwas gelitten".

Über mangelnden Zuschauerzuspruch brauchte der Gewerbeverein aber nicht zu klagen, denn am Nachmittag herrschte auf dem Wibiloplatz sehr guter Besuch.