Karlsbrunn kämpft um seine Halle

Karlsbrunn kämpft um seine Halle

Das Tauziehen um die Sanierung der Halle in Karlsbrunn geht weiter. Nach den Sommerferien, hieß es im Ortsrat, soll ein Statiker-Gutachten vorliegen, das Klarheit über die Kosten bringt. Derweil zeigt sich eine Bürgerinitiative kampfbereit.

Am Mittwoch, 3. Juli, 18 Uhr, lädt die Bürgerinitiative (BI) "Lebenswertes Karlsbrunn" zu einer Bürgerversammlung in die Karlsbrunner Turnhalle ein. Dabei geht es um den Erhalt der Turnhalle als Sport- und Versammlungsstätte. Wie BI-Vorsitzender Albrecht Wagner weiter mitteilt, hat auch der Großrosseler Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD) seine Teilnahme zugesagt. Ein Vorspiel hat es bereits am Dienstagabend im Karlsbrunner Ortsrat gegeben. Nach den Sommerferien, so der Verwaltungschef und Ortsvorsteherin Petra Fretter (CDU), soll das Statiker-Gutachten vorliegen. Zurzeit, sagte Dreistadt, sei es deshalb noch zu früh für eine Aussage über die Zukunft der Halle. Der Bürgermeister versprach aber: "Wir werden alles tun, was machbar ist, um die Halle zu erhalten."

Weitere Themen im Ortsrat: Es gibt Pläne, auf der ehemaligen Tagesanlage Warndt eine Eventhalle zu bauen. Da es sich dabei um eine so genannte Vergnügungsstätte handelt, müsste zuvor der Bebauungsplan geändert werden. Einen entsprechenden Antrag hat die Neue Energie Saar (NES) als Vorhabenträger gestellt. Die Halle soll auf dem ehemaligen Gruben-Parkplatz errichtet werden, unter Einbindung der einstigen Kaffeeküche.

Bisher wird die ehemalige Tennishalle in Dorf im Warndt von einer türkischen Familie als Eventhalle genutzt. Ortsvorsteherin Fretter berichtete von Beschwerden der Anwohner, etwa wegen wilden Parkens. "Die Verwaltung steht dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber, da hierdurch ein geeigneter Ausweichstandort der vorher in unmittelbarer Wohnbebauung stattfindenden Großveranstaltungen geschaffen werden könnte", heißt es in der Sitzungsvorlage.

Neue Eventhalle?

Vor einer Zustimmung wollen die Mitglieder des Karlsbrunner Ortsrats nähere Informationen. Wie viele Besucher werden erwartet? Mit welchem Verkehrs- und Lärmaufkommen ist zu rechnen? Für welche Zwecke darf eine Vergnügungsstätte genutzt werden? Außerdem möchte der Ortsrat wissen, ob bei einer eventuellen Schließung der örtlichen Turnhalle womöglich Aktivitäten in die neue Halle verlagert werden sollen. Es habe keinerlei Gespräch in dieser Richtung gegeben, erklärte Bürgermeister Jörg Dreistadt.

Einstimmig sprach sich der Ortsrat in der Sitzung dafür aus, das Karlsbrunner Feld von der Neuen Energie Saar zu kaufen - vorbehaltlich der Genehmigung des Haushalts. Die Gewerbefläche umfasst etwa 58 000 Quadratmeter.

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