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Karlsberg-Brauerei will weiter wachsen

Karlsberg-Brauerei will weiter wachsen

Homburg. Wie geht es weiter mit der Homburger Karlsberg-Brauerei? Mitten im Generationenwechsel war es an Karlsberg-Juniorchef Christian Weber, am vergangenen Mittwoch anlässlich des Bockbieranstichs eine aus seiner Sicht positive Zukunft zu skizzieren (wir berichteten)

Homburg. Wie geht es weiter mit der Homburger Karlsberg-Brauerei? Mitten im Generationenwechsel war es an Karlsberg-Juniorchef Christian Weber, am vergangenen Mittwoch anlässlich des Bockbieranstichs eine aus seiner Sicht positive Zukunft zu skizzieren (wir berichteten). "Wo stehen wir, wo geht es hin, was wollen wir in der Zukunft erreichen?": Diese Fragen stellte Weber rhetorisch seiner Unternehmenspräsentation voran. "Wir wachsen im Ausland, wir wachsen aber auch im heimischen Markt. Wir wachsen im klassischen Biersegment, sowohl regional als auch national." Und das, so Weber, mit allen Produkten. "Auch international kommen wir auch gut voran." Hier nannte Weber allen voran den französischen Markt, "unseren zweiten Heimatmarkt". Aber auch darüber hinaus sei man auf dem weltweiten Export-Markt als deutscher Bierbrauer präsent - bis nach Taiwan. "Dort verkaufen wir fast so viel Malzbier, wie wir Gründels in Deutschland verkaufen. Und das mit sehr hohen Wachstumsraten." Dies alles brachte Weber zur Feststellung, "dass wir weiterhin wachsen, ganz gleich, was in der Presse über einen schwächelnden Biermarkt geschrieben wird."Im Bereich der Produkt-Innovationen verwies Christian Weber am Mittwoch auch auf die Rückkehr der Marke Becker Bier. "Becker ist die größte Marke, die wir im Ausland verkaufen." All das stehe, so Weber, für die Anstrengungen der Brauerei, neue Wege zu gehen und sich neue Märkte mit innovativen Konzepten zu erschließen. Dazu zählte der Karlsberg-Juniorchef auch die Präsenz auf dem kanadischen Markt. Hier habe man inzwischen einen kleinen Brauereistandort aufgebaut und sei mit dem Produkt "Boris" auf dort auf dem Markt präsent.

Doch nicht nur in Sachen Produktpalette gehe man neue Wege, auch im Bereich der Unternehmensfinanzierung habe man mit der Mittelstandsanleihe "eine neue Art der Finanzierung in unser Portfolio aufgenommen. Was ich dabei ganz besonders gut finde ist, dass wir den Menschen in unserer Region, die unser Bier trinken, auch eine ordentliche Rendite ermöglichen."

In seiner Präsentation zeichnete Christian Weber das Bild eines vielteiligen Unternehmensverbundes. "Bier ist unser Zugpferd, aber wir wollen ein Getränkeunternehmen sein." Exemplarisch für dieses Streben nannte Weber das Engagement bei der Mineralbrunnen AG mit Sitz in Bad Überkingen. Hier habe man inzwischen die Stimmenmehrheit übernommen. Als Folge dieses Zusammenwachsens sei "die komplette IT-Abwicklung der Mineralbrunnen AG nach Homburg verlagert worden, wiederum, um Arbeitsplätze hier in Homburg zu schaffen und die Kompetenzen unserer Mitarbeiter hier im Saarland zu stärken. Das hat uns ein gutes Stück vorangebracht. Wir wachsen hier enger zusammen." Diesen immer enger werdenden Schulterschluss in der Unternehmensgruppe fasste Christian Weber mit dem Firmenmotto "Wir wachsen zusammen" in Worte.

Als Grund für das erfolgreiche Weiterbestehen des Karlsberg-Verbundes am Markt nannte Christian Weber auch die Heimatverbundenheit des Unternehmens. Diese Regionalität gelte es "in Zukunft noch einmal völlig neu zu fassen." Mit der gegebenen Kundennähe gelte es, den Begriff Heimat besser zu besetzen als andere "und nicht nur ein Unternehmen auf der Grünen Wiese zu sein. Das kann jeder. Wir sind Saarpfälzer, wir sind Saarländer, wie sind Europäer."

Auf einen Blick

Der Karlsberg-Verbund ist ein internationales "Multi-Channel-Unternehmen". Keimzelle der Holding ist die Karlsberg-Brauerei. Heute engagiert sich das Unternehmen weit über das eigentliche Biersegment hinaus: Fruchtsäfte, Erfrischungsgetränke sowie Transport- und Eventdienstleistungen gehören zum Portfolio. Das Unternehmens beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter und rangiert unter den Top 20 der größten eigenständigen Brauereien Deutschlands. red