1. Saarland

Karlheinz Schöner: ICE-Strecke gefährdet Kombibad nicht

Karlheinz Schöner: ICE-Strecke gefährdet Kombibad nicht

Homburg. Scheitert der Bau des geplanten Kombibades wegen der Nähe zur Hochgeschwindigkeitsstrecke der Bahn? Am Wochenende kamen in der Kreisstadt Homburg Gerüchte auf, wonach das Bad planerisch zu nahe an den Bahngleisen liege. Der vorgesehene Standort "Hinkelsbix" vor Bruchhof grenzt bekanntlich direkt an die ICE/TGV-Strecke Frankfurt-Paris

 Auf einem ungenutzten Gelände hinter der Lage Johannishof, links entlang der Kaiserslauterer Straße in Richtung Bruchhof, soll das geplante Kombibad entstehen. Foto: Wolf/pm
Auf einem ungenutzten Gelände hinter der Lage Johannishof, links entlang der Kaiserslauterer Straße in Richtung Bruchhof, soll das geplante Kombibad entstehen. Foto: Wolf/pm

Homburg. Scheitert der Bau des geplanten Kombibades wegen der Nähe zur Hochgeschwindigkeitsstrecke der Bahn? Am Wochenende kamen in der Kreisstadt Homburg Gerüchte auf, wonach das Bad planerisch zu nahe an den Bahngleisen liege. Der vorgesehene Standort "Hinkelsbix" vor Bruchhof grenzt bekanntlich direkt an die ICE/TGV-Strecke Frankfurt-Paris. Im Falle der Entgleisung eines Hochgeschwindigkeitszuges sei die Sicherheit der Badegäste nicht gewährleistet, hieß es aus Reihen von Kombibad-Kritikern. Oberbürgermeister Karlheinz Schöner dementiert diese Gerüchte auf Nachfrage unserer Zeitung umgehend: "Es gibt hier klare Vorschriften, die eingehalten werden müssen, und die halten wir ein. Die Abstandsflächen sind gesetzlich geregelt." Die Gerüchte sind Schöner bekannt, "sie werden von bestimmten Kreisen unters Volk getragen". Richtiger würden sie dadurch nicht. Der OB weiter: "Wenn wir an der Hinkelsbix wegen des Abstands zu den Gleisen nicht bauen dürften, bräuchte niemand über die Reaktivierung der Bahnstrecke nach Zweibrücken auch nur nachzudenken." Im Bereich des Schwedenhofes bei Schwarzenacker sei der Abstand zu den Gleisen viel geringer als in Bruchhof. Schöner wertet die Gerüchte als "weiteren Versuch, das Kombibad-Vorhaben zu diskreditieren".Dazu gehört auch ein weiteres Gerücht, das bei den Neujahrsempfängen der kleinen Parteien, zuletzt bei der FDP, aufgetaucht ist. Da war nämlich von einer Investitionssumme für das Bad von 18 Millionen Euro die Rede, die den städtischen Haushalt belaste. OB Schöner dazu: "Es ist richtig, dass diese Investitionssumme im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsberechnung beziffert wurde." Dabei gehe es darum, wer was wie groß baue, wie groß das Einzugsgebiet, wie hoch die Zahl der Nutzer sei. "Alle Parameter werden summiert, daraus entsteht die angenommene Summe." Allerdings sei es falsch, dass diese den Haushalt belaste. "Gerade eben nicht", so Schöner, "die Investitionssumme samt sonstiger Kosten, einschließlich aller Defizite, läuft über PPP (private öffentliche Partnerschaft)." Lediglich der Schul- und Sportbetrieb werde den Haushalt belasten. Karlheinz Schöner: "Hier geht es darum, das PPP-Vorhaben zu bekämpfen. Aber alle Kritiker sollten den Bürger sagen: Wenn das Bad nicht über PPP gebaut wird, wird es in Homburg kein Schwimmbad mehr geben." Zur Forderung, die Stadt Homburg müsse gemeinsam mit Nachbarkommunen ein solches Vorhaben angehen, meinte Schöner: "Vor mehr als zehn Jahren habe ich für ein großes Saarpfalz-Bad gekämpft, das an der Autobahn bei Limbach hätte entstehen können. Ich habe nur Absagen erhalten. St. Ingbert hat ein eigenes Bad gebaut."