Kantersieg für den Meister

Oberthal. Die Meisterschaft in der Handball-Saarlandliga hat die FSG Oberthal-Hirstein in trockene Tücher gepackt. Doch der Torhunger der Spielerinnen ist längst nicht gestillt. Mit einem 44:15 (22:5)-Kantersieg fegte der Titelträger den überforderten Drittletzten HG Saarlouis aus der Bliestalhalle

Oberthal. Die Meisterschaft in der Handball-Saarlandliga hat die FSG Oberthal-Hirstein in trockene Tücher gepackt. Doch der Torhunger der Spielerinnen ist längst nicht gestillt. Mit einem 44:15 (22:5)-Kantersieg fegte der Titelträger den überforderten Drittletzten HG Saarlouis aus der Bliestalhalle."Wir haben unser Spiel bis zur letzten Minute voll durchgezogen", lobte Trainer Dominik Rudolphy. Oberthal verteidigte in der Deckung gegen die harmlosen Gäste aggressiv und nutzte die Partie zum Tempogegenstoß-Training unter Wettkampfbedingungen. "Eigentlich hatten wir in der Saison nur fünf oder sechs anspruchsvolle Spiele", meinte Christina Schuh. Gegen Saarlouis erzielte die Rückraumspielerin während ihrer 27-minütigen Einsatzzeit 15 Treffer. Ob sie auch kommende Saison in der Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar (RPS) für die FSG auf Torejagd gehen wird, ist offen. "Ich hoffe auf eine Zusage für das Wintersemester an der Sporthochschule in Köln", erklärte Schuh. Dann werde sie ganz nach Köln umziehen und sich dort einen Verein suchen.

Der Verbleib von Topspielerin Lilli Weidel ist so gut wie gesichert. "Es sieht alles danach aus, dass ich bleibe", sagte die Mittelspielerin. Ihre beruflichen Pläne will sie um ein Jahr verschieben. "Es reizt mich auch sehr, mit Oberthal wieder in der RPS-Oberliga zu spielen", erklärte Weidel.

Am kommenden Samstag, 18 Uhr, erwartet die FSG im letzten Saisonspiel Schlusslicht TV Kirkel. Danach verabschieden sich Rudolphy und Rechtsaußen Julia Hofmann, die zur DJK Marpingen wechselt. "Ich mache erstmal eine Pause vom Handball", sagte Rudolphy, dem mit Oberthal-Hirstein nach dem Abstieg aus der Oberliga der direkte Wiederaufstieg gelungen ist. Mit Trainer Uwe Hoffmann und Co-Trainer Jürgen Böing stehen seine Nachfolger in den Startlöchern. "Die Herausforderung reizt mich enorm. Viele der Spielerinnen habe ich hier schon in der Jugend trainiert", sagte Hoffmann. Der 31-Jährige geht davon aus, das die Mannschaft das Zeug hat, in der Oberliga zu bleiben: "Die Voraussetzungen sind anders als beim Aufstieg vor zwei Jahren. Die Mannschaft ist nun oberligaerfahren und weiß, was auf sie zu kommt." Zudem habe er in vielen Gesprächen eine große Motivation bei den Spielerinnen verspürt. Einmal pro Woche wird der Oberliga-Kader mit den A-Juniorinnen von Claudia Schikotanz trainieren. Hinzu kommen mit Helena Klees und Jana Scherer zwei Talente aus der B-Jugend, die schon unter Rudolphy erste Erfahrungen im Aktivenbereich gesammelt haben.

Die Tore für die FSG: Christina Schuh (15/6), Naina Kannengießer (10), Anna Scherer (4), Lilli Weidel (4/1), Silja Collet (3), Eva Maldener (3), Julia Hoffmann (2), Hanna-Lena Peiffer (2), Svenja Rausch-Dupont (1).

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