Kampagne der Krankenkasse DAK: Plakatkunst gegen „Komasaufen“

Kampagne der Krankenkasse DAK: Plakatkunst gegen „Komasaufen“

Die Zahl Jugendlicher, die mit Alkoholvergiftung behandelt werden müssen, steigt. Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die DAK nun zum fünften Mal an Schulen einen Plakatwettbewerb „bunt statt blau“.

. Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. Auch in Neunkirchen ist die Zahl jugendlicher "Komasäufer" gestiegen, so die Krankenkasses DAK-Gesundheit in einer Pressemitteilung. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit landesweit 88 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut aktueller Statistik nahm die Zahl der Betroffenen damit im Vergleich zu 2011 um 44,26 Prozent zu.

"Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist langfristig eine positive Entwicklung", sagt Martin Weber von der DAK-Gesundheit in Neunkirchen. "Seit 2000 haben die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen landesweit um 135 Prozent zugenommen." In der jungen Altersgruppe (zehn bis 15 Jahre) landeten 2012 zum Beispiel 59 Kinder und Jugendliche im Krankenhaus. Die Zahl der betroffenen Mädchen war mit 33 Fällen höher als bei den Jungen mit 26 Behandlungen.

Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die Krankenkasse jetzt zum fünften Mal ihre Präventionskampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen". Bundesweit werden mehr als 11 000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, darunter zahlreiche Schulen in der Region Neunkirchen. Als Schirmherr unterstützt der saarländische Sozialminister Andreas Storm die Aktion. Auch die Band "Luxuslärm" beteiligt sich 2014 an der Kampagne.

Seit 2010 wurden bei dem mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb "bunt statt blau" bereits 52 000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen, so die DAK. "Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig", so Martin Weber. "Wir hoffen, dass zahlreiche Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen."

Mehr von Saarbrücker Zeitung