Jusos: In der City fehlen Radständer

Jusos: In der City fehlen Radständer

St. Ingbert. Der Juso-Stadtverband St. Ingbert setzt sich für eine attraktivere Ausgestaltung der Innenstadt ein. Konkret fordert er kurzfristig das Aufstellen von mehr Fahrradständern in der Innenstadt. Der Vorsitzende Dominik Schmoll: "Wer mit offenen Augen durch die Fußgängerzone läuft, wird feststellen, dass es kaum öffentliche Fahrradständer gibt

St. Ingbert. Der Juso-Stadtverband St. Ingbert setzt sich für eine attraktivere Ausgestaltung der Innenstadt ein. Konkret fordert er kurzfristig das Aufstellen von mehr Fahrradständern in der Innenstadt. Der Vorsitzende Dominik Schmoll: "Wer mit offenen Augen durch die Fußgängerzone läuft, wird feststellen, dass es kaum öffentliche Fahrradständer gibt." Ausnahmen bilden die Schröder-Filiale, die einen eigenen aufgestellt hat, sowie der Ständer des Radgeschäftes "Total normal" vor dem Frisör "Hairkiller". Öffentliche Abstellmöglichkeiten sind nur vor dem ehemaligen Promarkt und vermehrt im Bereich ehemaliger "Sinn" vorhanden. "Doch im Kernbereich der Fußgängerzone sowie in Ludwig- und Rickertstraße sieht es schlecht aus für Radfahrer", bemängeln die Jusos. "St. Ingbert will sich als saarländische Mountainbike-Stadt profilieren. Doch um dies glaubwürdig darzustellen, bedarf es auch solch simpler Dinge wie Fahrradständer", so Schmoll.

In der Sommerzeit lassen sich die vielen Fahrradtouristen beobachten, die in der Fußgängerzone rasten und ihre Räder dann an Laternen und den Gittern um die Bäume abstellen. Der Juso-Vorsitzende: "Finanzkrise hin oder her: Im Gegensatz zu manch anderen Projekten sind die Kosten hierfür nur Cent." Die Jusos haben auch einen Finanzierungsvorschlag, sollten die Mittel nicht schon für die Gestaltung der Fußgängerzone in einem anderen Etat bereitstehen. Dominik Schmoll: "Für 2010 stehen im Haushalt für den Radwegeausbau 80 000 Euro bereit, für 2011 sind es 60 000 Euro. Wenn wir ein paar Tausender für Fahrradständer umlegen, würden diese Mittel immer noch zielführend eingesetzt."

Die Jusos schlagen vor, im Zuge einer "radfreundlichen Fußgängerzone" auch das Image der Stadt für Zweiradfahrer wieder in den Vordergrund zu stellen. Schmoll: "Auch wenn unser Radwege-Netz noch ausbaufähig ist, muss sich St. Ingbert gerade im Hinblick auf den Biosphären-Tourismus auch als Rad-Stadt vorbildlich verhalten." Die Jusos glauben, dass die Zahl der Tagestouristen in der Region zunimmt. Schmoll: "Dafür müssen wir in St. Ingbert bereit sein." red