1. Saarland

Junge Wilde an Klavier und Violine

Junge Wilde an Klavier und Violine

Homburg. Im März scheinen die "Jungen Wilden" der Streicher-Gilde den Homburger Meisterkonzerten ihre Aufwartung zu machen. Nach dem Cello-Rezital mit Nicolas Altstaedt und seinem Klavierpartner José Gallardo am 8. März erwartet die Klassikfreunde am Donnerstag, 29

Homburg. Im März scheinen die "Jungen Wilden" der Streicher-Gilde den Homburger Meisterkonzerten ihre Aufwartung zu machen. Nach dem Cello-Rezital mit Nicolas Altstaedt und seinem Klavierpartner José Gallardo am 8. März erwartet die Klassikfreunde am Donnerstag, 29. März, 20 Uhr im Kulturzentrum Homburger Saalbau ein musikalisches Feuerwerk auf der 180 Jahre alten und ungewöhnlich brillant klingenden Pressenda-Violine von Patricia Kopatchinskaja. Die vielseitig begabte Virtuosin kam in Moldawien zur Welt, studierte aber schon früh in Wien Violine und Komposition. Erst neulich hat sie in Saarbrücken wohl barfüßig, doch mit eruptiver Virtuosität in Tschaikowskys Violinkonzert Beifallsstürme entfacht. Als Gewinnerin des begehrten Henryk-Szeryng-Preises 2000 in Mexiko und des Schweizer Young Artist Award 2002/03 ist sie als Geigerin, Dirigentin und Komponistin auf allen bedeutenden Podien der Welt zu Hause.Ihr Klavierpartner Fazil Say ist ihr auf den Wegen unkonventioneller Interpretationen klassischer Werke ein gleich gestimmter Weggefährte, was 2009 mit dem deutschen "Echo Klassik" belohnt wurde. Wie die Kopatchinskaja, so wird auch dieser vielseitig begabte junge Türke auf vielen musikalischen Gebieten bewundert, als brillanter Solopianist ebenso wie als Kammermusikpartner, als Komponist so sehr wie als exzellenter Jazzer.

Fazil Say hat für Patricia Kopitchinskaja eine Violinsonate komponiert und mit ihr 2009 uraufgeführt. Diese Sonate in fünf Sätzen bildet im zweiten Teil mit Béla Bartóks (1881-1945) berühmten "Rumänischen Volkstänzen" von 1915 sozusagen die Gegenwelt ab zu den drei großen Violinsonaten von Ludwig van Beethoven (1770-1827). Das Beethoven-Rezital beginnt gemäß der beginnenden Jahreszeit mit der bekannten "Frühlingssonate" F-Dur op. 24, wagt einen kleinen Umweg über die genialische Sonate c-Moll op. 30/2, um zum Schwesterwerk der "Frühlingssonate" zurückzukehren, zur leidenschaftlich bewegten Sonate a-Moll op. 23.

Große Geigenkunst also in blutvollen Interpretationen eines russisch-türkischen Duos der Weltklasse. Der Vorverkauf dazu wurde im Amt für Kultur und Tourismus im Homburger Rathaus bereits eröffnet. Außer bei Abonnenten gilt auf allen Plätzen ein Preisaufschlag von zehn Euro. Karten und Infos unter Tel. (0 68 41) 10 11 66 oder über E-Mail: touristik@homburg.de. ic